Samstag, 26. Januar 2013

Review: Kaos Sacramentum - Förneka Den Fysiska Lekamen (CD, Ancient Records)

Den Daten nach zu urteilen, erschien diese Zusammenstellung von Liedern zwischen dem Debüt-Album "Scars Of Revelation" und dem Werk "Avgrundens Konst" (die Besprechung findet sich hier). Zelebriert wird einmal mehr erhabener Black Metal mit dreckiger Rock- und düsterer Okkult-Attitüde.







Ist schon ne Weile her, seit ich die letzte CD dieser Truppe aus Schweden besprochen habe, dabei kam ich mittlerweile in den Genuss der kompletten Diskographie, die auch gerade einmal aus nur vier CDs besteht. 2011 löste sich die Band leider auf. Beim Hören ihrer Werke jedoch wird einem schnell klar werden, dass der Black Metal damit einer seiner intensivsten Gruppen, die heutzutage noch dem ursprünglichen Pfad folgen, beraubt wurde. Da ist es gleich noch einmal eine so große Schande, dass diese Band bei weitem nicht die Anerkennung erhielt - und immer noch nicht erhält - die sie eigentlich verdient hätte. Aber lasst uns zurück auf dieses Album kommen. Beginnend mit einem Intro, welches an eine rückwärts abgespielte christliche Messe denken lässt, folgt auch gleich schon der erste richtige Song "The Four Black Thrones Of Chaos"... und allein dieser Titel verursacht bei mir schon eine wohlige Gänsehaut. Musikalisch bewegt man sich im wohligen Midtempo, präsentiert sich erhaben und doch militant, was vor allem zum tragen kommt, wenn die Breaks und die Double-bass einsetzt. Dann klingt man gar wie Inquisition auf ihrem immer noch neuen Langspieler "Ominous Doctrines of the Perpetual Mystical Macrocosm". GEIL!!! (und ja, die drei Ausrufezeichen SIND gerechtfertigt). "Opening Ritual" geht da schon eine Spur okkulter zu Werke, keine großartigen Spielereien, sondern vielmehr hypnotisch-mystische Gitarrenriffs bestimmen hier das Geschehen. "Unmanifested Mystery" beginnt dagegen wie ein wahrer Sturm, und fegt alles hinweg. Man merkt also, dass man sich hier wirklich bemüht hat, verschiedene Stimmungen und Stile zu erschaffen und miteinander zu vereinen. Jeder, wirklich jeder der insgesamt 15 Songs ist sehr individuell gehalten, mal wird geknüppelt ("Apep, Wrathful Serpent Of Chaos", "The Secret Names Of The Eleven Gods"), dann wird's erhaben und hymnisch im Stil von Inquisition ("Holy Light, Illuminate", "Stench Of Abomination"), dann wieder fast monoton und hypnotisch-langsam wie bei "Break The Seals Of Cosmos", und schließlich fast psychedelisch ("Triumph In Deprivation").

Fazit:
Eine grandiose Zusammenstellung von Songs der Band, die offensichtlich und hörbar auch aus verschiedenen Schaffensperioden, bzw. diversen Sessions stammen. Ich verneige mich vor dem Schaffenswerk dieser Schweden. Besser geht es kaum noch! Von mir gibt's die Höchstpunktzahl:

10 / 10 Punkte

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