Montag, 14. Januar 2013

Review: I.G.A.D.S.N.A.G.I.A.T. - Promo (CD, Eigenproduktion)

Irdischer Geist auf der Suche nach anderen Galaxien in abtrünnigen Träumen... wow, da sag' ich mal: was für ein Bandname! Das heißt der Name nämlich ausgeschrieben, klar, dass dieser dann abgekürzt werden muss - aber wir Deutschen sind ja ohnehin bekannt für unsere Abkürzungen. Die Band aus Jena präsentierte im letzten Jahr neben ihrem ersten Album auch das hier im Vorfeld veröffentlichte Promo-Werk. Auch ist dies mal kein Projekt aus Ostdeutschland, welches durch bereits bekannte Musiker gegründet wurde. Einzig Schlagzeuger Urobor scheint seit letztem Jahr auch bei Nargaroth aktiv zu sein (war jedenfalls beim Gig in Oberhausen definitiv noch nicht dabei).

Nun denn, was die drei Herren hier bieten, lässt sich eigentlich ganz gut als ein Mix aus Death und Black Metal beschreiben. Jedoch liegt hier das Hauptaugenmerk definitiv auf einer technisch versierten Spielart des Death Metal mit fiesem Grunzgesang, der schon beinahe Grindausmaße annimmt. Nicht sehr mein Fall. Glücklicherweise gesellt sich aber noch eine Art Black Metal-mäßiger Schreigesang dazu, der allerdings eine Spur zu core-lastig ausgefallen ist, wie bereits im ersten Lied "Prometheus" zu hören ist. "Into a Black Hole" ist da schon wesentlich kerniger in der Machart, bietet mehr rockige Elemente und bietet beinahe durchgehend Death Metal-Gegrunze. Das erinnert nicht nur einmal an Größen wie Hate Eternal. "Lossagung" ist von der gleichen Art, scheint mit seinen beinahe 3 1/4 Minuten schon fast zu kurz. Mit "Märchen" folgt in meinen Augen der beste Song des Albums. So sollte sich moderner Death Black Metal anhören. Der bietet zum Ende hin mit einer Klargesang-Passage gar Pagan Metal-Feeling. Erinnert sogar (bis auf's Ende) ein bisschen an Dark Elite, wobei die Herren aus Finnland doch deutlich grimmiger zu Werke gehen. Das Ende bildet der instrumentale Song "Flucht in Anderswelt". Hier ist auch ganz klar zu erkennen, dass der Song eigentlich mit dem Vorhaben, noch dazugehörige Vocals einzufügen, komponiert wurde. Eine sehr eingängige Death/Black Metal-Nummer. Falls ich mal die Möglichkeit haben sollte, an das Album zu kommen, lasse ich euch wissen, wie das ganze mit Gesang klingt...

Fazit:
Ich möchte nicht sagen, dass es sich bei dieser "Promo" um eine perfekte Vorab-Veröffentlichung für ein Album handelt, doch kommt man der Perfektion zumindest in produktionstechnischer Hinsicht schon einmal verdammt nahe. Ich persönlich bemängle den Gesang etwas, der mir meist nicht allzu viel gibt. Allerdings halte ich das hier auch für durchaus Mainstream tauglich, und kann ich mir sehr gut vorstellen, dass es nicht allzu lange dauern wird, bis sich die ersten größeren Labels interessiert zeigen werden an dieser noch jungen Band.

7.0 / 10 Punkte

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