Dienstag, 8. Januar 2013

Review: Angellore - Premières Liturgies - Soupirs d'Aurore (CD, Rotten Crowz Productions)

Rotten Crowz, die dritte... so langsam entwickelt sich das 'Label' zu meinem Liebling, und ist drauf und dran Self Mutilation Services aus Mexiko ernsthafte Konkurrenz zu machen, was die Schlechtigkeit der Veröffentlichungen angeht - zumal sich S.M.S. ja doch etwas gesteigert haben, was die Auswahl der Gruppen angeht (allerdings gibt es dafür andere Sachen, die nicht hinnehmbar sind)... gut, hier handelt es sich nun um eine für das 'Label' eher untypische Veröffentlichung, sofern ich das nach drei gehörten CDs sagen kann, Angellore aus Frankreich bieten nämlich 'atmospheric Doom Metal'...




Das klingt zunächst einmal nicht schlecht, und auch von der Aufmachung her sieht das ganze nicht schlecht aus, und weckt Assoziationen zu den alten Werken Tristania's oder von Theatre of Tragedy, die ich beide persönlich sehr schätze. Geht man dann allerdings mit dieser hohen Erwartungshaltung an die Sache heran, muss man sehr schnell der ernüchternden Realität ins Auge blicken. In der tut sich nämlich nicht allzu viel. Es wird auch weniger Doom Metal geboten - diesen Ausdruck finde ich hier sowieso eher irreführend - sondern mehr ein Mischmasch aus Tastengeklimper (Ambient), grauenhaftem Klargesang, der sich wohl für episch halten möchte, und Musik mit Lagerfeuer-Atmosphäre. Keine Ahnung, was das soll. Wenn sich doch mal der Doom Metal mit Black Einfluss blicken lässt, dann in einem soundtechnisch grausigen Gewand, dass es schmerzt beim zuhören. Die Pro-CDr vereint auch lediglich nur drei Demos, wovon die Beschreibung für das erste (01-06) auf das bereits erwähnte zutrifft. Demo zwei (07-12) ist aber durchaus hörbar, solider Gothic/Doom Metal mit Ambient-Einfluss, der allerdings in keinsterweise an Sachen wie Tristania heran reicht. Die letzten drei Lieder sind dann eher wieder 'atmosphärischer Ambient'. Langweilig.

Fazit:
Bisher bestes Werk aus dem Hause Rotten Crowz. Ob es auch die besten Werke der Band beinhaltet, weiss ich nicht - allerdings habe ich nach dieser eher langweiligen Präsentation auch nicht das Bedürfnis, diese Band weiter im Auge zu behalten. Limitiert auf 50 handnummerierte Exemplare im DVD-Case.

3.5 / 10 Punkte

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