Sonntag, 16. Dezember 2012

Nostalgie-Review: Sterbend Besungen - Des Todes wegen... (MC, Sombre Records)

Zur Abwechslung mal wieder etwas älteres... das erste Demo Tape der Deutschen Sterbend Besungen aus dem Jahr 1998 und seiner Zeit unter dem Banner von Sombre Records veröffentlicht, gelang auch erst vor kurzem durch einen Tausch in meinen Besitz. Das Debüt und gleichzeitig leider auch letzte Lebenszeichen der Band unter diesem Namen "Verstummt auf alle Zeit" steht  ja nun auch schon einige Jährchen in meinem Regal, und da hat man natürlich das Bedürfnis, mal die alten Werke solcher Bands zu hören...






Ruft man sich noch einmal den Klang des Albums in Erinnerung, muss man schon eingestehen, dass das hier nicht im entferntesten etwas mit Professionalität zu tun hat. Jedenfalls von der Produktion her - die allerdings geht für eine Demo immer noch in Ordnung, das Schlagzeug kommt sogar recht druckvoll herüber. Auch wird hier bereits deutlich, dass die Musiker ihre Instrumente zu beherrschen wissen, genau wie die insgesamt fünf Lieder eine nicht zu leugnende bedrohliche und selbstzerstörerische Atmosphäre besitzen. Der Gesang ist zwar hier und da noch etwas unbeholfen und geht teils bis ins Schrille aber ok. Für eine erste Demo ist das durchaus zu verzeihen. Angenehm sind auch die Laufzeiten der Stücke, die sich auf knapp fünf bis sieben Minuten belaufen. Kurz und bündig, sagt die Band was sie eben zu sagen hat - und das ist eine Menge! Instrumental hauptsächlich im Midtempo angesiedelt, jedoch auch mal eine Gangschaltung drüber finden ebenso akustische Momente als auch Klargesang ihren Platz auf der Kassette.

Doch, wenn man die Zeit bedenkt, in der diese Kassette veröffentlicht wurde, kann man schon sagen, dass "Des Todes wegen..." relativ innovativ war (gerade verhältnismäßig zum Deutschen Underground) und auch noch aus heutiger Sicht durchaus fascettenreiche Momente aufweist. Definitiv ein empfehlenswertes Demo Tape. Schade, dass es Sterbend Besungen nicht mehr gibt. Die Auflösung fand wohl damals schon vor der Veröffentlichung des Debüts statt, was umso tragischer ist. Allerdings machen die meisten Mitglieder weiterhin Musik mit ihrer ähnlich atmosphärischen Kapelle Wolfhetan. Übrigens... noch als kleine Kuriosität am Rande: das Bandlogo ist tatsächlich verkehrt herum auf dem Frontcover abgedruckt worden, was für das Label schon ziemlich peinlich gewesen sein dürfte. Klar sind Black Metal Logos nicht immer gut zu entziffern, aber irgendwie sollte man das doch schon erkennen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Gruppe dies sehr amüsant fand.

Die Kassette wird man heutzutage wohl nur noch selten finden und noch seltener zu einem angemessenen Kurs. Sollte euch einmal die Gelegenheit bieten, dann nimmt sie wahr. Es lohnt sich!


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