Montag, 17. Dezember 2012

Review: Shores of Ladon - Lupercal (CD, Eternity Records / Sol Records)

Dies ist nun das zweite Werk aus der Feder der Deutschen Band Shores of Ladon, das ich zu hören kriege. Und ich kann der Gruppe nur gratulieren, denn so wie ich ihren Erstling "Promo 2010" noch in Erinnerung habe, haben sie sich enorm gesteigert. Beteiligt an diesem Projekt sind Mitglieder von Thorybos, Grail, Nosophoros und Balnasar, von denen man ja in letzter Zeit auch leider nichts mehr hört...






Den Anfang macht ein akustischer, mit Naturgeräuschen unterlegter "Einklang" der zum Ende hin in ein schnelles, aber melancholisches Black Metal Instrumental übergeht. Dieses setzt sich dann nahtlos in dem ersten wirklichen Song "Knochenstaub" fort. Das Lied macht direkt deutlich, dass sich Shores of Ladon atmosphärisch sowie instrumental stark verbessert haben. Nostgalisch anmutender Black Metal, im Stile von älteren Nargaroth - hat auch etwas von The Martyrium oder Heimdalls Wacht. Besonders erwähnenswert wird "Knochenstaub" ab der Hälfte der Laufzeit, wenn der Black Metal mit einem Mal von Akustikgitarren abgelöst wird, die dann wieder einer melancholischen aber grimmigen Art von Black Metal samt erhabenem Gitarrenspiel Platz machen. Der nächste, titelgebende Song steht dem in nichts nach, hat aber insgesamt doch eine Spur weniger zu bieten, als noch der vorangegangene. Es folgt ein kurzes Zwischenspiel samt Samples, welches die Einleitung zum kommenden letzten Stück "Brut und Seuche" darstellt. Wieder ein sehr melancholisch-grimmiger und nostalgischer Song, der Black Metal in Reinkultur bietet und gerade durch seinen schnelleren und mitreißenden Midtempo-Rhythmus überzeugt.

Fazit:
Auf der Rückseite des Beiheftes steht "Shores of Ladon performs Black Metal exclusively. Nothing more. Nothing less." - und genau so verhält es sich hier auch. Ein lupenreines und nostalgisches Werk aus dem Deutschen Underground, welches sich trotz einiger Schwächen nicht zu verstecken braucht.

8.0 / 10 Punkte

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