Sonntag, 30. Dezember 2012

Review: Princeps Daemonum - Maleficium - Rectum, Obsculum, Tormentum... (CD, Rotten Crowz)

Geht's euch gut? ...freut mich. Doch, wirklich. Allerdings wird euer Befinden beim 'Hörgenuss' dieses - ich benenne es mal ganz neutral - 'Machwerks' rapide gen Lust- und Freudlosigkeit sinken. Zudem wird sich ein starker Abfall eures Lebenswillens bemerkbar machen. Und ihr werdet den steten Drang verspüren euch gleichzeitig übergeben und ritzen zu müssen. Nicht etwa weil es sich hier um eine äußerst gelungene Scheibe aus dem Bereich DSBM handelt, die ihrem Namen alle Ehre machen würde, sondern eher weil das hier vertonte 'Material' so unglaublich und dermaßen schlecht ist, dass man sich fragen muss, ob es wirklich Leute gibt, die sich sowas ernsthaft anhören.

Dabei kommt dieses Duo aus Ungarn - also einem Ort, von dem man eigentlich ausschließlich gute Musik gewohnt ist (Tormentor, Dusk, Tymah usw.). Doch hier wird man eines Besseren belehrt. Wie war das noch? Wenn du mal so überhaupt keinen Plan von den Instrumenten hast, setze vor dem 'Black Metal' einfach noch ein 'Noise' davor und schon weiß jeder, dass deine 'Musik' schließlich auch nicht gekonnt melodisch, geschweige denn in irgendeiner Weise harmonisch klingen SOLL. Von dem Zusammenspiel der Instrumente (die man ja ohnehin nicht beherrscht - wir erinnern uns) ganz zu schweigen. DAS passt nämlich sowohl vorne als auch hinten nicht. Wenn das zusammengekloppte Stück Kuhdung dann auch noch über 53 Minuten an einem Stück präsentiert wird, machen sich bei einem nur noch Kopfschmerzen breit. Das kann dann auch zu spontanen Zuckungen (Bedingt durch eine Schädigung des Nervenzentrums), Ohrenblutungen und akuter Schädelexplosion führen - und bevor ihr fragt: nein, Alkohol macht die Sache auch nicht mehr besser (auch nicht in hohem Maße)! Achso ja, ich habe ganz vergessen, den ab und an einsetzenden 'Gesang' bzw. das Schweinequieken zu erwähnen. Der bzw. das ist grandios... schlecht. Wie eben auch der Rest der Pro-CDr. Aber das Beste kommt dann noch nach guten 30 Minuten Spielzeit - ab da hat nämlich zumindest meine CD einfach keine Lust mehr, diesen zusammengeformten Haufen Elefantenkot weiter abzuspielen. Verdenken kann ich ihr dies nicht...

Fazit:
So einen Mist habe ich schon lange nicht mehr zu hören bekommen. Es passiert rein gar nichts, keine Höhepunkte zu verzeichnen - eine Passage lässt zwar hoffen, aber die wird schnell durch den unterirdischen - ich weigere mich das als Gesang zu bezeichnen - zunichte gemacht. Um den Gesamteindruck, den das Label und die Band mit ihrem 'Werk' hinterlassen haben, noch zu untermauern beinhaltet die Pro-CDr dann einen Brennfehler, der die CD nach gut der Hälfte der Laufzeit einfach enden lässt. Keine Ahnung, ob das bei allen so ist - ist mir gelinde gesagt aber auch egal, da die letzten 20 Minuten sich wohl kaum vom Rest unterscheiden werden und das Album auch nicht mehr retten könnten - so viel Innovation (wenn man hier überhaupt davon sprechen kann) traue ich Princeps Daemonum nicht zu. Mein Rat: sucht vor der nächsten Veröffentlichung noch einmal fürr ein paar Monate (oder Jahre) euren Proberaum auf und kommt erst wieder raus, wenn ihr eure Instrumente bzw. das Zusammenspiel zwischen euren Instrumenten beherrscht. Für diese auf 66 handnummerierte CD kommt dieser Rat allerdings zu spät.

1.0 / 10 Punkte

(edit 08.01.2013: nachdem ich nun vor einer Weile mal die CDr auf meinen Rechner digitalisierte, habe ich festgestellt, dass es sich bei dem Problem nicht um einen Brennfehler handelt, sondern sich eher mein Laufwerk einfach geweigert hat, den Scheiß weiter abzuspielen. Nun denn... ob es nun die CD war oder mein Laufwerk, was sich weigerte - ich bleibe dabei: verdenken kann ich es ihm nicht! Auch die guten letzten 20 Minuten konnten meinen Eindruck zur Musik erwartungsgemäß nicht mehr revidieren. Trotzdem vergebe ich noch einmal 0.5 zusätzliche Punkte, da es sich hier nicht um einen Fehler der CD handelte. Somit ergibt sich eine Benotung von 1.0 Punkten. Diese Stellungnahme dient lediglich der Klarstellung - soll mir ja keiner Nachsagen, dass ich unfair beurteile. Kraehenblut)

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