Donnerstag, 20. Dezember 2012

Review: Nur - Futile Transcendence of the Cursed Ones (CD, Rites Of Violence Productions)

Zwar hat das Debüt-Werk der Band Nur aus Chile bereits vier Jahre auf dem Buckel, jedoch wollte ich es hier doch einmal einer Besprechung unterziehen, da ich annehme, dass längst nicht jeder, der sich für 'guten' Black Metal begeistern lässt, unbedingt auch diese CD kennt...








Die lohnt sich nämlich wirklich. Gerade aus Südamerika kommen ja auch einige Bands aus dem BM-Sektor, doch sind viele nicht wirklich dazu in der Lage, durch herausragende Leistungen und dichte Atmosphären zu überzeugen. NuR (so die Schreibweise) stellt da eine zufriedenstellende Ausnahme dar. Präsentiert werden hier gerade einmal vier Lieder, wobei drei Stück jenseits der 10 Minuten-Grenze liegen. Zelebriert wird durchgängig eine sehr rituelle Art von Black Metal, der sehr ursprünglich klingt. Auch wenn vielleicht der ein oder andere bei Songs wie "Black Portal" oder "Forgotten Before the End" der Ansicht sein könnte, dass die Laufzeit übertrieben ist, und sich eigentlich bis auf monoton vorgetragenden Black Metal wenig tut, bin ich hier anderer Ansicht. Der Black Metal mag zwar in erster Linie einen monotonen Grundtenor besitzen - was gerade ja diese sehr rituelle Atmosphäre ausmacht - doch zeigt er sich bei eingehender Betrachtung durchaus spielfreudig und detailverliebt. So gibt es immer wieder etwas zu entdecken, seien es kleine aber feine Gitarrenmelodien, hervorstechende Sessions am Schlagzeug oder diesen wohlpassenden untergründigen Schreigesang, der direkt aus der Hölle zu kommen scheint. Das alles erzeugt eine Atmosphäre, die sowohl düster und bedrohlich wirkt, als auch nostalgisch. Halt ursprünglich. Und dann ist da ja noch dieser okkulte Aspekt, der mir sehr zusagt...

Fazit:
"Futile Transcendence of the Cursed Ones" ist sicher kein Album für zwischendurch, dafür sorgen allein schon die Längen der Lieder. Das Werk setzt eine gewisse Grundstimmung voraus und man muss sich auf dieses ebenso einlassen, wie man sich mit der Musik zwangsweise auseinandersetzen muss. In diesem Fall vermag es das Werk durchaus jemanden mitzureißen und einen auf eine Reise durch schwarze Sphären zu schicken.

8.5 / 10 Punkte

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