Dienstag, 2. Oktober 2012

Review: Kaos Sacramentum - Avgrundens Konst (CD, Ancient Records)

Kaos Sacramentum... noch nie zuvor gehört. Just heute erreichte mich ein Paket aus Schweden mit allerlei nationalem Underground. Darunter halt auch diese 3-köpfige Band. Was zelebriert wird? Natürlich Black Metal. Und zwar in seiner reinsten Form. Hasstriaden, Gitrarre und Bolzwerk. Warum die Idee der Grundessenz immer noch zündet und es einfach nur verdammt geil ist, dieser Band zu lauschen, lest ihr nun im folgenden...





Das zweite Album von Kaos Sacramentum nennt sich "Avgrundens Konst", was soviel heißt wie etwa - ach schaut euch die Wörter an, und übersetzt sie einfach (so schwer dürfte die Ableitung vom Deutschen ja nicht sein).

Kommen wir zur Musik. Die ist durchaus hörenswert und für eine Produktion aus dem Underground recht kraft- und druckvoll. Der Stil lässt sich schwer beschreiben, da man recht viele Fascetten des Black Metal in seiner Musik einarbeitet. Sprich: dieses Album ist erfreulicher Weise einfach mal wieder "nur" Black Metal. Sonst nichts. Kein Keyboard. Keine schwule Emo-Stimme. Kein Frauen- oder Knabenchor. Keine Samples. Nichts. Nur die reine Musik. Und das funktioniert wunderbar! Instrumental betrachtet bewegt man sich dabei zumeist im rhythmischen Midtempo, generiert sich aber nicht, auch mal ein paar Gänge zuzulegen. Typisch nordisch klingt das ganze dann schon irgendwie, so erinnert es mich passagenweise an frühere Marduk oder Horna oder an aktuellere Sachen wie Satanic Warmaster (wenn S.W. das mit dem Keyboard sein lässt... wenn man diesen Vergleich heran ziehen will, sei das Album "Opferblut" genannt), aber auch die Niederländer Zwartplaag und die Amis Inquisition könnte man durchaus als Vergleich anführen. Die letztgenannten vor allem deshalb, weil es Kaos Sacramentum ähnlich gut verstehen, wahre Hymnen der schwarzen Kunst zu erschaffen und durchaus auch die gekonnten Wechsel innerhalb der Lieder draufhaben, für die man Inquisition so schätzt. Auch ein gewisser Hang zum Okkulten hört man der Musik an, so dass der Vergleich zu meinen bevorzugten Griechen von Acherontas auch nicht ganz abwegig scheint... vor allem vom Rhythmus und Geschwindigkeit der Lieder her ist dieser Vergleich sehr deutlich. Aber nun genug der Vergleiche - schließlich handelt es sich bei Kaos Sacramentum weit mehr als einen bloßen Klon von anderen Bands. Aussetzer auf dem Album gibt es keine, die Scheibe ist an einem Stück gut hörbar, da keines der Lieder wirklich zu lang ist, wenn "Livsbundna Kedjor" auch an die 11 Minuten geht. Aber was hier musikalisch geboten wird, ist 1A Black Metal Tonkunst, weshalb es auch zu keiner Sekunde langweilig wird.

Fazit:
Dass mich Schweden noch einmal so überzeugen können, hatte ich ja nicht gedacht. Bis ich dieses Album hörte. "Avgrundens Konst" hat einfach alles, was ein gutes Black Metal Album ausmacht. Gewalt, Hass, Schnelligkeit, Rhythmus, Hang zum Okkulten. Besser geht es kaum. Von mir eine unbedingte Kaufempfehlung!

9.5 / 10 Punkte

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