Sonntag, 26. August 2012

Review: Les Fleurs du Mal - Brunnen (CD, Wolfsgrimm Records)

Das zweite Album der inzwischen nur noch aus Arnar bestehenden österreicher Band Les Fleurs du Mal nennt sich schlicht und einfach nur "Brunnen" und wurde als Digisleeve unter dem Banner von Wolfsgrimm Records veröffentlicht. Wer nun noch meine Rezension zum Debüt-Werk "Seelenfeuer" im Kopf hat (ansonsten kann man es natürlich auch hier nachschlagen), weiß, dass ich diesem trotz einiger Schwächen, die ich vor allem aus heutiger Sicht sehe, nicht abgeneigt war (und auch immer noch nicht bin). Wie sich das bei dem zweiten Werk hier verhält, lest ihr in den folgenden Zeilen...



Was zunächst einmal auffällt sind die offensichtlichen Gemeinsamkeiten der beiden Alben. Die Textpassagen im Beiheft, bzw. in dem Digi sind poetisch und von märchenhafter Erzählweise, musikalisch gesehen wandelt man zudem erneut auf dem Pfad des okkult-angehauchten Dark Ambient/Black Metal-Mix, dem man schon auf dem Debüt frönte. Allerdings muss man sagen, dass sich Les Fleurs du Mal sehr gesteigert haben, und es hier wirklich verstanden wird, Atmosphären zu erzeugen, die wirklich beängstigend und düster wirken. Jedoch sollten alle Puritisten an dieser Stelle gewarnt sein - "Brunnen" enthält nämlich mehr Ambient als noch der Vorgänger "Schattenfeuer", allerdings bekommt man dafür auch den eindeutig besser zelebrierten Black Metal geboten! Monoton, erhaben und fast schon hypnotisch wird dieser vorgetragen - sprich nicht jedermanns Sache, aber ich finde es im Kontext mit dem (ausnahmsweise mal wirklich) atmosphärisch dargebotenen Ambient durchaus gelungen. Der Gesang scheint sich ebenfalls in Sphären zu bewegen, die nicht von dieser Welt sind, und stellt alles, was ich bisher von dieser Band zu hören bekommen habe, in den Schatten.

Fazit:
Kein Album, was ich uneingeschränkt allen empfehlen könnte. Aber sicherlich ein Album, welches ich Freunden guter Atmosphären und der besonderen Musik nur ans Herz legen kann - jedoch absolut nichts für Puritisten und Ambient-Verachter. Da ich dieser Musik generell aber nicht abgeneigt bin und mir sowas schon mal ganz gerne gebe...

8.0 / 10 Punkte


(Anm.: Ich weiß, dass diese Punktzahl der des Debüts entspricht, aus heutiger Sicht würde ich dem Debüt jedoch 2 Punkte weniger geben)

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