Freitag, 24. August 2012

Review: Kriegsgott & Silberbach - In the end / Eternal silence (CD, Oskorei Bild- und Tonkunst / Helvete Tyskland)

Regulär als auf 500 Stück limitierte Digi CD über das Label Christhunt veröffentlicht, wurde zeitgleich diese nochmals limitiertere Metallbox-Edition der Split durch das Label Oskorei in Zusammenarbeit mit Helvete Tyskland veröffentlicht. Das Werk bietet vier neue Songs von dem polnischen Ein-Mann-Kommando Kriegsgott (hinter dem der Black Altar-Sänger Shadow steckt) und acht Lieder aus der Feder von dem deutschen Duo Silberbach.




Beginnen wir die Split mit Kriegsgott. Nach einem instrumentalen Intro ("Prelude to Victory") folgt gleich der erste Knüppler "The Warbringer". Wie man es von Kriegsgott erwarten dürfte handelt es sich hier um sehr bolzenden War Black Metal, der keine Gefangenen macht. Allerdings mit dem Unterschied, dass man sich das hier im Gegensatz zu dem Material der Debüt-Scheibe und der vergangenen Split mit den Franzmännern von Armaggedon durchaus anhören kann. So hat man es sogar geschafft, einiges an Abwechslung in das Geschehen zu bringen. Mit den beiden weiteren Liedern "Von Runen und Ruinen", sowie dem mächtigen "Nidhoegg" präsentiert man sogar Texte in deutscher Sprache, deren Gesang bzw. deren Aussprache glücklicherweise nicht peinlich wirkt. Nach drei wirklichen Songs also verabschiedet sich der Kriegsgott auch schon wieder und Silberbach treten auf die Bühne. Nach einem Dark Ambient-Intro beginnt dann auch gleich der erste Song "By the raging wrath", der in gewohnter Silberbach-Manier daher kommt. Sehr druckvolle Produktion, schmetternde Gitarren samt Solo-Part, das hat nicht mehr viel mit dem damaligen Debüt zu tun - was nicht unbedingt schlecht ist. "Eternity - a desire" bietet dann auch noch verschiedenen Gesang, vom Flüstern, Sprech-Passage und Gröllen ist alles dabei. "Warm blood becomes cold" ist da schon eher wieder rockig gehalten, geht aber über in einen waren Knüppelsong. "Heldenklage" ist ein Piano-Stück aus der Feder von F. Nietzsche, der ja neben dem Verfassen von Texten auch selbst komponiert hat - was leider die wenigsten wirklich wissen. Es folgen zwei deutschsprachige Titel, wobei "Blutbefleckt die Winternacht" aus der selben Session wie das Nietzsche-Stück, und "Hass und Vernichtung" dem Sampler "...for all hate in man! #10" entnommen ist. Das der Song schon älter ist als die sonstigen Aufnahmen hört man ihm an, ist er zwar als gut zu bezeichnen, doch erreicht er nicht die Qualität der anderen Lieder. Es folgt mit "Winds of torment" noch ein Dark Ambient-Outro, welches im übrigen - genau wie das Intro - von dem italienischen Projekt Spiritual Supremacy exklusiv für Silberbach komponiert und eingespielt wurde.

Fazit:
Beide Bands liefern hier mit das beste Tonmaterial ab, was ich bisher von beiden gehört habe. Wobei mir Silberbach eine Spur besser gefallen, da es auch eher meine Art von Black Metal ist, der hier vorgetragen wird. Aber auch Kriegsgott kann man sich durchaus anhören, vorallem die beiden deutschsprachigen Lieder haben mich wirklich überrascht. Die CD kam wie schon erwähnt bei CHP als Digi raus, limitiert auf 500 handnummerierte Exemplare, sowie als (die mir hier vorliegende) auf 166 Stück limitierte und handnummerierte Metal-Box im A5-Format. Die Box enthält darüber hinaus noch ein 4-seitiges Beiheft im A5-Format, sowie zwei Buttons (1x Silberbach, 1x Kriegsgott).

8.0 / 10 Punkte

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