Sonntag, 26. August 2012

Review: Hinsidig - I en Tidlos Host (CD, Blut & Eisen Productions)

Das erste und bis dato einzige Album des (zwar hauptsächlich) norwegisch-deutschen Black Metal-Projektes Hinsidig hat zwar auch schon wieder knappe zwei Jahre auf dem Buckel, jedoch gelang es erst kürzlich in meinen Besitz. Ein glücklicher Umstand wie sich zeigt...







Denn die Musik auf "I en Tidlos Host" kann wirklich was. Es ist typischer nordischer Black Metal, teilweise sogar recht nostalgisch von der Atmosphäre wie auch vom Instrumentalen her. Denn nicht nur einmal erinnert die Scheibe an gute alte Sachen von Gorgoroth, Gehenna oder auch Dimmu Borgir. So kommt es auch nicht von ungefähr, dass sich auf der CD ein Coversong aus dem "Stormblast"-Album besagter Band findet. Doch ich möchte diese Band nicht als bloßen Klon abgestempelt wissen. Man versucht durchaus eigenständig rüber zu kommen. So mischt sich der druckvoll (aber nicht über-)produzierte Black Metal mit hasskeifendem Schreigesang und traditionellem norwegischen Sprechgesang und -chören, wodurch auch ein gewisser Grad an Viking Metal nicht zu verleugnen ist - dieser Eindruck wird auch durch den vereinzelten Einsatz von Streicher-Samples und dem (spärlichen) Einsatz von Akustikgitarren verstärkt. Hinzu kommt ein leichter Hauch von Ambient-Einfluss. Aber der Black Metal steht hier ganz klar im Vordergrund. Manchmal rockig, manchmal hymnisch, manchmal rasend und dann doch wieder nostalgisch und durchaus melancholisch. Der Sänger (Fimbul), sowie Gitarrist und Keyboarder (Gaurvorn) stammen aus Norwegen, während der Mann hinter dem Schlagzeug (Winterheart) aus Deutschland stammt. Letzt Genannter dürfte dem einen oder anderen zudem von Bands wie Sterbend oder Nyktalgia bekannt vorkommen.

Fazit:
Durchaus gelungenes Album, welches mit seinen sieben Liedern eine weite Bandbreite des Black Metals abdeckt. Von misanthropisch-rasend bishin zum fasst schon suizidalen Sphären wird hier sehr viel geboten. Man merkt also, dass hier Herren am Werk sind, die ihre Instrumente zu spielen verstehen. Das Dimmu Borgir Cover "Broderskapets Ring" reiht sich gut in das Album ein, zumal "Stormblast" ja schon damals (wie heute) zu dem besten zählt, was Dimmu Borgir jemals veröffentlicht haben. Für mich ganz eindeutig eins der hörenswertesten norwegischen Alben der jüngeren Zeit!

9.5 / 10 Punkte

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