Donnerstag, 26. April 2012

Review: Mgla - With Hearts Toward None (LP, Northern Heritage)

Mgla nennt sich die neuste Band aus dem Hause Northern Heritage. Natürlich handelt es sich hier um eine finnische Truppe, bzw. handelt es sich bei Mgla um ein, gewisser Maßen dynamisches, Duo. Erwartungen bei Black Metal aus Finnland sind natürlich hoch, ob und in wie weit diese erfüllt werden, lest ihr nun im folgenden.







Zunächst fällt auf, dass die Titel von "With Hearts Toward None" allesamt unbetitelt sind, lediglich die Durchnummerierung von I-VII haben. "I" beginnt direkt sehr dreckig-rockig, wie ein Schlag ins Gesicht. Der Song bewegt sich bevorzugt im Midtempo, die Produktion ist sehr druckvoll und lässt es ordentlich krachen. Ein sehr guter Einstieg. "II" macht praktisch da weiter, wo der vorherige Titel endete - nämlich im absoluten Chaos. Das ist der perfekte Soundtrack zum Untergang der Welt. Brachiale, rhythmisch-hypnotische Gitarren, ein Gesang, bei dem es einem eiskalt den Rücken runterläuft, donnernde Drums, die auch sehr schon die Double-Bass hervorheben... bang 'til death. Der nächste Song "III" klingt dagegen schon fast unspektakulär, ist aber auch eher gitarrenbetont, und hält gegen Ende noch ein nettes Gitarrenspiel bereit. "IV" dagegen stellt für mich eindeutig den Höhepunkt des Albums dar. Ein lupenreiner Black Metal Song, der vom Midtempo bis Uptempo so einiges bietet. Hier ist er auch wieder, der eindeutige Rock-Einfluss, den man vor allem im Gitarrenspiel hört. Zur Mitte hin noch eine kleine Sample-Spielerei, um dann im letzten Viertel noch mal ordentlich Gas zu geben (diesen Satz darf man auch ruhig zweideutig verstehen, hrhr). So viel dann nur zur A-Seite.
Widmen wir uns der B-Seite... und die fängt mit "V" auch direkt ohne Umschweife an. Kein überflüssiges Intro oder Zwischenspiel, sondern direkt Vollgas und auf die Fresse. Eindeutig die schnellste Nummer des Albums, da dem Hörer hier auch keine Verschnaufpause zuteil wird. "VI" beginnt mit einem thrashig anmutenden Zusammenspiel von Gitarre und Schlagzeug, orientiert sich instrumental gesehen auch etwas mehr am Black/Thrash. Nicht schlecht, aber doch nicht so gut wie die beiden vorher gegangenen Titel. Es folgt ein Gewitterschauer und nahtlos folgt "VII", mit einer Laufzeit von etwas mehr als 10 Minuten auch das längste Stück der Platte. Verzerrte Gitarren, ein langsam einsetzendes Schlagzeug, hintergründige Samples... das Schlagzeug wird immer schneller - und dann scheint die Stimmung des Liedes zu kippen und alle Spannung entleert sich in einer Explosion. Der eigentliche Song beginnt. Wow... was für eine hammer Atmosphäre. Die 10 Minuten wirken zu keiner Sekunde irgendwie unnötig in die Länge gezogen oder langweilig in Szene gesetzt - wobei ich den Mittelteil jetzt nicht überragend finde. Trotzdem ein sehr guter Song.

Fazit:
Dafür, dass ich von Mgla bisher noch nie etwas gehört habe, kann mich ihr mittlerweile zweites Album (und insgesamt siebtes Werk) durchaus begeistern und "With Hearts Toward None" hat auf jeden Fall gute Chancen, mein Favorit dieses Jahr zu werden (aber wir haben ja gerade mal April, mal schauen was noch so kommt). Aber eines ist unumstößlich: So muss Black Metal und nicht anders. Mehr gibt es eigentlich auch nicht zu sagen. Da es sich um Northern Heritage handelt, gehe ich mal stark davon aus, dass die LP wie immer auf 500 Exemplare limitiert ist. Absolute Kaufempfehlung!

8.5 / 10 Punkte

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