Sonntag, 8. April 2012

Review: Dead Space: Downfall (Blu-ray, Anchorbay, Uncut)

Erst neulich habe ich mir diesen Animationsfilm wieder angeschaut. "Downfall" erzählt die direkte Vorgeschichte zu den Ereignissen des Kult-Spiels "Dead Space". Heisst, dass die Handlung, die bereits ein paar Wochen vorher einsetzt, genau dort endet, wo das Spiel eigentlich beginnt.








Angesichts der Tatsache, dass es ja immer noch Leute geben soll, die von "Dead Space" oder den Hintergründen noch nichts gehört haben, folgt nun ein kleiner Abriss: die Reihe begann 2008 mit der Veröffentlichung des Spiels für PC und Konsole. Dort übernimmt man die Rolle des Ingineurs Isaac Clarke, der sich mit seinen Kollegen an Bord des Raumschiffes USG Ishimura begibt, um nach dem rechten zu sehen, da kurz vorher ein Notruf empfangen wurde. Zudem hat die Crew den Auftrag das Schiff wieder navigierfähig zu machen. Was als Routineeinsatz beginnt, entwickelt sich jedoch als wahrgewordener Albtraum, den die Ishimura stellt sich als Geisterschiff heraus - die Besatzungsmitglieder sind alle tot oder verschwunden. Als die Rettungsmission dann auf die ersten "lebenden" Crew-Mitglieder stößt, folgt ein bitterer Kampf ums überleben... Das Spiel ist dem Genre des Survival-Horrors zuzuschreiben, verlagerte das Geschehen aber zum ersten Mal ins Weltall. Die sogenannten 'Necromorphs', jene untoten Kreaturen, zu denen die Crew der Ishimura geworden ist, ließen sich am besten durch das Abtrennen diverser Gliedmaßen bezwingen. Mit der Zeit kristallisierte sich heraus, dass diese Wesen das Erzeugnis eine Artefakts sind, des Markers, der von der Ishimura auf dem Planeten Aegis 7 geborgen wurde.

So viel nun zum Hintergrund. Im Film befindet sich die USG Ishimura nun auf Kurs zu Aegis 7, dort wurde bei Bohrungen (man kann davon ausgehen, dass die Ressourcen der Erde weitestgehend, wenn nicht komplett erschöpft sind) ein Relikt gefunden - der Marker. Um die Bohrsiedlung, bzw. Kolonie auf dem Planeten samt des Markers zu bergen, tritt nun die Ishimura auf den Plan und nimmt beides in Schlepptau, bzw. den Marker direkt an Bord. Die Anhänger der Church of Unitology, welche sich an Bord befinden, verehren ihn als eine Art Beweis der Existenz Gottes, andere wiederrum fürchten den Marker. Die Crew erfährt von seltsamen Vorkommnissen in der Kolonie. Die Rede ist von Morden und Massenselbstmorden. So wird ein Außenteam zum geborgenen Planeten-Bruchstück entsandt, doch was man vorfindet, ist nur ein großes Grab, getränkt in Blut. Auch an Bord der Ishimura drehen die Menschen zusehends durch. Als dann auch noch etwas mit an Bord kommt, bricht sehr schnell die Hölle los...

Fazit:
Ein nicht minder blutiger Versuch, die Komplexibilität des Spiels in einen Film zu verpacken. Was auch durchaus gelungen ist. So kann sich der Film trotz seiner hier und da auftretenden Fehler (besonders Szenen, die nicht zum Spiel konform sind), trotzdem als Teil der "Dead Space"-Reihe behaupten. So handelt es sich bei dem Artefakt, welches im Film vorkommt beispielsweise um einen Black Marker und nicht wie im Spiel um einen Red Marker (man darf bei Beschäftigung mit der Reihe davon ausgehen, dass ein Black Marker ein 'Ur'-Marker ist (Vergleich dazu in dem Buch "Dead Space: Märtyrer"), während ein Red Marker von Menschenhand erschaffen wurde - Ausnahme bildet der Black Marker in "Dead Space 2", der von Isaac Clarke und Nolan Stross gebaut wurde). Auch die Einrichtungen, wie die Krankenstation oder die Brücke sind nicht ganz konform zum Spiel. Aber das kann man verkraften, ist die Story ansich doch gut und spannend erzählt.

8.0 / 10 Punkte

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