Sonntag, 8. April 2012

Review: Dead Space: Aftermath (Blu-ray, Animaze, Uncut)

Der zweite Animationsfilms zum Thema "Dead Space" erschien bereits schon lange vor dem deutschen Release in Amiland. Angesiedelt ist die Geschichte zwischen den Ereignissen des ersten und des zweiten Spiels.









Nachdem Isaac Clarke am Ende des ersten Spiele-Teils den Marker samt des geborgenen Planeten-Teils zerstören (zumindest wie er glaubt) und fliehen konnte, wird das Abbau-Schiff USG O'Bannon zu Aegis 7 entsandt, unter dem Vorwand, den Planeten vor seiner entgültigen Zerstörung zu bewahren. Aegis 7 ist nämlich sehr instabil, droht zu zerreißen und sich mit einem lauten Knall zu verabschieden. Inoffiziell ist jedoch die Aufgabe eines kleinen Außenteams, diverse Bruchstücke des von Clarke zerstörten Artefaktes zu bergen. Als es der Außencrew tatsächlich gelingt einen Splitter des Markers zu bergen und auf die O'Bannon zu bringen, verlieren mit einem Mal immer mehr Teile der Besatzung den Verstand. Als der Arzt und Wissenschaftler Nolan Stross bei seinen Forschungen an dem Marker einen folgenschweren Fehler begeht, verwandelt sich das Schiff bald in eine riesige Leichenhalle... der Film beginnt mit der Andockung an die 'OBannon durch ein 'Rettungsschiff' der Regierung. Das Team findet lediglich vier Überlebende, die dem Albtraum entkommen sind. Oder doch nicht?! Im weiteren Verlauf zeigt sich nämlich die ganze Grausamkeit der Regierung, die die vier Überlebenden ihre ganz persönlichen Albträume nochmals durchleben lässt.

Fazit:
"Aftermath" ist eigentlich nichts mehr als ein gut gemachtes Psycho-Kammerspiel. Die Haupthandlung spielt sich auf dem Regierungsschiff ab. Die vier Geschichten der Überlebenden werden dann innerhalb eines Verhörs episoden-weise erzählt. Das Interessante dabei ist, dass die Hauptstory komplett als 3D-Animation daherkommt, während die vier Vergangenheits-Episoden in jeweils unterschiedlichen Comicfilm-Stilen gezeichnet sind. Wobei ich sagen muss, dass mir der Stil des dritten Künstlers weitaus am besten gefällt, auch der erste und der zweite haben noch was. Womit ich aber nichts anfangen kann, ist der Stil der letzten Episode, zumal man dort auch noch den Eindruck hat, dass der Künstler sich nicht genug mit der Materie beschäftigt hat. So sehen die Necromorphs nicht wirklich wie Necromorphs aus, sondern einfach nur wie Monster. Auch die Tatsache, dass der Splitter des Markers von Episode zu Episode mal schwarz oder rot ist (was kein unerhebliches Detail darstellt! - Erklärung dazu siehe Review zu "DS: Downfall"), hemmt das Vergnügen ein wenig. Am wichtigsten für den Verlauf der Serie ist bestimmt das Schicksal des Arztes Nolan Stross, denn hier wird so einiges über ihn gewahr, was man in dem zweiten Spiel nur ansatzweise über ihn erfuhr.

Der Film endet damit, dass Stross an Bord der Sprawl gebracht wird, zusammen mit Clarke. In einem Mini-Game für das Ipad werden dann sogar noch die Ereignisse kurz nach dem Ausbruch der Necromorph-Seuche auf der Station geschildert. In dem Spiel übernimmt man die Rolle einer Sicherheitsbeamtin der Sprawl (in "Dead Space 2" kann man sogar ein RIG von ihr finden - zumindest nehme ich an, dass es von diesem Charakter stammt - die Anzeichen jedenfalls sprechen dafür). Für den Verlauf auf jeden Fall sehr interessant, und ein guter Überleiter von diesem Film zum zweiten Spiel.

7.5 / 10 Punkte

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