Samstag, 17. März 2012

Review: The Tripper (Blu-ray, Splendid Black Edition, Uncut)

Da ich die #005 der Reihe ("I Saw The Devil") bereits vor einiger Zeit besprochen hatte, möchte ich euch heute den Film "The Tripper" vorstellen, der ebenfalls von Splendid im Zuge ihrer Black Edition-Reihe neu veröffentlicht wurde (als #006). Richtig gelesen... den Film gab's schonmal in Deutschland, allerdings mit anderem Cover und dem bescheuerten Titel "President Evil". Ganz abwegig war zwar auch dieser Name nicht, aber der originale Titel (im Untertitel Sex, Drugs and a Serial Killer) passt natürlich noch besser.





Der Rückentext lässt einiges versprechen: so ist hier von schwarzhumoriger Sozialkritik die Rede, zudem wird das Werk als "schön krankes, ungewöhnliches, sowie witziges Highlight" angepriesen. Meiner Meinung nach wurde im Thema Slasherfilm mit "Halloween", "Freitag der 13." und "The Texas Chainsaw Massacre" bereits alles gesagt und gezeigt. Und die Filme haben eines gemeinsam: sie sind schon etwas älter. Nun versuchen sich einige Regisseure trotzdem noch an dem Konzept, oftmals scheitern sie damit kläglich, doch manche Perlen gibt es hier und da doch schon mal zu sehen.

Um es kurz zu machen... "The Tripper" gehört für mich eindeutig nicht dazu. Er ist zwar witzig, ja. Möchte ja auch eine Slasher-Komödie sein mit (halb)nackten zugekifften Hippies, die im Zuge eines Retro-Woodstock-Revival in den tiefsten Wäldern der USA auf einen durchgeknallten Serienkiller stoßen. Und der sieht aus wie - ihr werdet es erraten haben - einer der ehemaligen Präsidenten (wer sei hier allerdings aus anti-spoiler-gründen nicht verraten... nur so viel: er ist EVIL, hehe). Nun kommt es natürlich zu diversen Kills, die teils auch recht nett und innovativ in Szene gesetzt sind.

Fazit:
Das Ende ist dann auch nicht mehr wirklich überraschend. Aber das ist halt typisch Slasher. Der Film ist so bescheuert klischeeüberladen, dass er eigentlich schon wieder sehenswert ist. Zwei Kästen Bier, die zwei besten Kumpels dabei (ganz wichtig: Hirn ausschalten!) und dann kann's eigentlich losgehen. Die Black Edition enthält erstmals die visuell unzensierte Fassung des Films in deutscher Sprache. Es ist lediglich die Tonspur eines Genickbruchs herausgenommen worden, was sich aber noch gerade verschmerzen lässt - warum diese Tonzensur erfolgte, während alle restliche visuelle Gewalt unangetastet blieb, ist und bleibt wohl auf ewig ein unlösbares Rätsel. Selbst die FSK18-Fassung ist mit knapp einer Minute an Zensuren noch recht anschaubar, wurde jedoch um beinahe sämtliche Gewaltspitzen und einen kompletten Kill erleichtert. Für den deutschsprachigen Raum ist diese Version also die beste Wahl.

5.5 / 10 Punkte

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