Mittwoch, 14. März 2012

Review: Rampage - Rache ist unbarmherzig (Blu-ray, Splendid Black Edition, Uncut)

"Rampage", der immer noch aktuelle (und wie ich finde bisher beste) Film von Uwe Boll, erschien als #002 in der Splendid Black Edition. Und ich muss sagen, mit diesem Film hat man sich definitiv eine Perle an Land gezogen.Nachdem nun Boll in der Vergangenheit solche filmischen Gurken fabrizierte (die meist sogar auf teils noch simpleren Game-Gurken basierten) wie z.B. "House Of The Dead", "Alone In The Dark" oder "Schwerter des Königs". Die Frage war da für mich immer: wie zum Teufel kommt der an so relativ hochkarätige Schauspieler, die sich freiwillig für so einen Mist hingeben? Mögliche Antwort: Herr Boll muss/musste unglaublich viel Geld haben.



Nun hat man sich bei "Rampage" für einen eher unbekannteren Cast entschieden. Auch beschränkt sich die eigentliche Handlung auf nur knapp eine Handvoll Charaktere und wenige Schauplätze, was dem ganzen schon beinahe eine kammerspielähnliche Atmosphäre verleiht.

Die Fragen, die der Film stellt, ist eindeutig: Wie wird jemand zum Serienmörder? Was könnten Beweggründe, Motive und Auslöser sein? Wie weit kann ein Mensch gehen? Letztere kann man allgemein eigentlich schlicht mit einem "alles ist möglich" beantworten. Auf die anderen Fragen bietet der Film mögliche Antworten. Ein junger Erwachsener, der eines Tages ob des ganzen Irrsinns dieser verkappten Welt zu sich selber sagt "jetzt reicht es!" und in seiner kleinen Stadt, einem amerikanischen Vorort, scheinbar grundlos Amok läuft. Doch stellt sich für den Zuschauer bald heraus, dass es sich hier mitnichten um einen simplen Amoklauf handelt, sondern dass diese ganze Aktion ein von langer Hand geplanter Feldzug gegen das System darstellt. Eine persönliche Abrechnung mit der Gesellschaft sozusagen.

Fazit:
Mehr kann und will ich an dieser Stelle auch nicht verraten. Nur so viel: es geht wirklich drastisch zu, der Film hat viele politische Unkorrektheiten und abgründigen schwarzen Humor zu bieten. Das Ende ist sehr gut ausgefallen, im Gegensatz zum Ende der FSK-Fassung. Ja, richtig gelesen. Die Zensoren der FSK haben es bei diesem Film nicht einfach dabei belassen, Gewaltspitzen der Blutorgie zu verbannen, sondern auch jegliche politisch nicht korrekte Sequenz, und das Ende völlig mit alternativem Bildmaterial umzuschneiden und dem Film so seiner Kernaussage zu berauben. Was für mich eigentlich schon wieder fast an Leichenfledderei grenzt. So kommt man dann auf knapp 5 Minuten, die an Film fehlen! Keine Frage, welche Fassung man da nur weiter empfehlen kann!

8.5 / 10 Punkte

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen