Donnerstag, 15. März 2012

Review: Mutant Chronicles (Blu-ray, Splendid Black Edition, Uncut)

Auch der bereits 2009 erschienene Sci-Fi/Horror "Mutant Chronicles", der auf dem Konzept eines Pen&Paper-Spiels basiert, wurde vom Hause Splendid im Zuge der Black Edition neu veröffentlicht. Und zwar als #003.









Der Klappentext lässt einiges an Hoffnung aufkommen. So wird der Film als "ein bunter Mix aus 'Herr der Ringe', 'Starship Troopers' und 'Dawn Of The Dead'" angepriesen. Selbst vor einem Vergleich mit dem überragenden "Mad Max" schrecken die Promoter des Films nicht zurück. Nun... diese Gleichsetzungen seien mal dahingestellt. Immerhin wurde "Event Horizon" mit Recht erwähnt, schließlich stammt der Film vom Autor Philip Eisner.

Zum Film ansich: Die Geschichte ist im Jahr 2707 angesiedelt. Die Welt hat sich in vier Großkonzerne geteilt, die sich erbitterte Gefechte um die letzten natürlichen Ressourcen, die praktisch gar nicht mehr vorhanden sind, liefern. Bei einem Feuergefecht zwischen den revalisierenden Konzernen Capitol (in etwa vergleichbar mit unserer heutigen Nato, also der "gute" Westen, hehe) und Bauhaus (vom Verhalten in etwa vergleichbar mit den deutschen Soldaten des 3. Reiches) wird ein großes Siegel im Boden zerstört. Dieses Siegel birgt jedoch ein schreckliches Geheimnis, welches den Untergang der gesamten Menschheit bedeuten könnte. Die Maschine, wie es genannt wird, stammt von einem fernen Planeten und versklavt die Menschen, um sie in blutgierige Ungeheuer zu verwandeln. Vor Jahren kämpfte die Menschheit schon einmal gegen diesen gemeinsamen Feind, und eine Bruderschaft sorgte letztlich dafür, dass Die Maschine unter die Erde verbannt wurde. Nun liegt es an den vier Großkonzernen, ihre Rivalitäten zu vergessen, und sich im Kampf gegen den wirklichen Feind der Menschheit zusammen zuschließen...

Fazit:
So pathetisch es klingt, so ist es auch. Der Film ist bei weitem kein bis ins feinste Detail ausgepfeiltes Epos geworden. Dafür sehr kriegerisch. Die Schauspieler bewegen sich auf gutem Niveau, wirken teils aber zu stark in ihren Rollen festgefahren. Dafür kann sich die Besetzung aber sehen lassen: Thomas Jane, John Malkovich, Ron Perlman, Devon Aoki und Benno Fürmann. Letzterer natürlich in der Rolle des nazihaften Bauhaus-Anhängers. Interessant ist, dass der Film ausschließlich vor einer Blue-screen entstanden ist, heißt: eigentlich alle Effekte und Hintergründe sind komplett am Computer entstanden. Das hat seine Vorteile, aber auch Nachteile. So wirkt kein Effekte wirklich "echt", sondern eher comichaft. Trotzdem muss ich sagen: der Film gefällt mir durchaus gut. Trotz seiner Mankos. Er hat eine ganz eigene Atmosphäre, und auch das Konzept ist interessant. Kein Überflieger, aber zum ab und an mal mit ein paar Freunden anschauen reicht es alle mal. Dieser Fassung liegt übrigens die Uncut-Version zugrunde, die FSK18-Fassung dagegen ist natürlich wieder mal geschnitten worden. Zwar in diesem Fall um nur recht humane 34 Sekunden - aber cut bleibt halt cut!

6.5 / 10 Punkte

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