Samstag, 3. Dezember 2011

Review: A Forest Of Stars - Opportunistic Thieves of Spring (CD, Prophecy Productions)

Das neue, im letzten Jahr veröffentlichte Album der britischen Band A Forest Of Stars mit dem Titel "Opportunistic Thieves of Spring" kam ursprünglich als CD und LP über das Label Transcendental Creations heraus. Das deutsche Label Prophecy brachte dann für den europäischen Markt noch eine schicke Digi mit der CD und einer DVD raus. Auf diese soll sich diese Rezension auch beziehen.






Die Band habe ich damals zu meiner myspace-zeit eher zufällig und auch beiläufig mal kennengelernt. Ich fand die damaligen Demo-Tracks gelinde gesagt grottig. Ergo hatte ich mich auch nicht mehr wirklich für ihr Debüt-Album "The Corpse of Rebirth" interessiert, und liess dieses einfach an mir vorüber ziehen. Nun bekam ich mehr durch einen glücklichen Umstand das aktuelle Album in die Finger. Und irgendwie interessierte mich ja doch schon, wie diese Band unter professionellen Bedingungen klingen würde. Das Ergebnis hat mich sehr positiv überrascht... hier bietet man eine breite Palette an musikalischem Können. Da wäre natürlich zum einen der sehr avantgardistisch vorgetragende Black Metal, den man auf Grund seines Klanges getrost dem Underground zugehörig zählen kann. Zum anderen klingt das ganze aber auch sehr psychedelisch (was ja quasi auch ein Sinnbild für britische Musik aus der Vergangenheit ist). Ebenso kommen hier klassische Instrumente zum Einsatz wie etwa verschiedene Streicher oder eine Flöte. Dezente Keyboard-Musik ist auch noch zu vernehmen. Insgesamt erinnert die Musik nicht nur einmal an alte nordische Sachen oder auch, um einen Namen zu nennen, an die deutsche Kapelle Die Toten kehren wieder mit dem Wind. Geboten werden insgesamt sechs Songs bei einer Gesamtlaufzeit von guten 75 Minuten! Die DVD indes beinhaltet zwei Videos. Ein offizielles zu "Raven's Eye View" und einen Live-Clip von "Male". Erst genanntes ist handwerklich wirklich gut gemacht und kann sich sehen lassen. Tolle Atmosphäre - was auf das gesamte Album auch zutrifft.

Fazit:
Ein wunderbar nostalgisches Album. Es ist zwar nicht typischer Black Metal, allein schon die Art des Auftetens der Herren erinnert doch eher an Sachen wie The Vision Bleak. Nichtsdestotrotz beinhaltet die Musik hauptsächlich Elemente, die dem rauen Black Metal zuzuordnen sind, auch wenn der Stil hier wirklich sehr weit ausgedehnt wurde. Etwas Besonderes also, auf das man sich allerdings einlassen und für das man sich öffnen muss.

8.5 / 10 Punkte

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