Freitag, 18. November 2011

Review: Voluntaria & Trauer - Wintersturm Split (CD, Nocturnal Empire)

Mal wieder Depressive Black Metal... diesmal handelt es sich um ein Split-Release zweier deutscher Underground Bands der gehobeneren Sorte. Voluntaria sagten mir vorher zwar absolut überhaupt nichts, und die Tatsache, dass sie bei S.M.S veröffentlichen macht sie nicht gerade zum Vorzeigeprodukt, aber doch bin ich angenehm überrascht. Trauer werden die einen oder anderen ja bereits kennen (vor allem vielleicht von der Split mit Leichenstätte, Balnasar und Frozen Burial). Wenn nicht, wird man die Musik von Neideck vielleicht von seinen anderen Projekten her kennen, wie etwa Todessehnsucht oder Todeskult.


Fangen wir bei Voluntaria an, die die ersten drei Songs beisteuern, wobei der erste schon eine beachtliche Länge von rund 13 Minuten aufweist. Eingeleitet wird "Nichtig" durch ein meiner Meinung nach viel zu langes Klavier-Intro, zu dem sich hinterher auch en Schlagzeug gesellt. Dann fängt die eigentliche Musik an. Langgezogenes Gitarrenrauschen, langsame Drums samt Bass... nichts neues auf dem Sektor. Der Gesang setzt dann zur fünften Minute ein - der aber in der Hinsicht überrascht, dass er wirklich nach Black Metal klingt. Großes Lob also an die Herren. Wirklich interessant wird das Lied aber erst in der achten bis neunten Minuten, wo es dann mal etwas schneller zur Sache geht und man zeigt, dass man auch wirklich seine Instrumente beherrscht. Der nächste Song "Leere" gefällt mir da von Anfang an schon etwas besser. Verzerrte, rauschende Gitarren, die nicht zu langsam gespielt sind, aber auch nicht übermäßig schnell, genau wie die Drums. Der Song lässt wirklich eine gewisse Melancholie hochkommen - gefällt mir sehr! Schließlich verabschieden sich Voluntaria mit einem Klavier-Outro, welches aber glücklicherweise nicht so lang ist, wie das Intro beim einleitenden Stück.

Kommen wir zu Trauer. Von der Band stammen die letzten beiden Lieder "Durch diese kalte Stille" und "Verloren". Wobei mir hier der erste Song eindeutig besser gefällt. Erinnert er in Sachen Atmosphäre doch an düstere Werke von Burzum oder Nargaroth. Beim zweiten Song wurde der Gesang leider total verhunzt, sorry.

Fazit:
Eine Split, die man haben kann, aber auch nicht unbedingt besitzen muss. Wobei ich von Voluntaria angenehm überrascht bin, auch wenn sie mich jetzt nicht gerade in Euphorie versetzen - aber die Musik geht in Ordnung, vor allem im direkten Vergleich zu anderen Genre-Kollegen. Von Trauer bin ich etwas enttäuscht, während der erste Song richtig gut ist, lässt die Qualität schlagartig mit dem zweiten ab, was wirklich schade ist.

6.5 / 10 Punkte

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