Dienstag, 15. November 2011

Review: Triebtat - Der Weg in die Depression (CD, Runenstein Records - 2011)

Aus dem Hause Runenstein stammt diese Demo in Pro-CDr-Format. Gut, mal wieder eine depressive Suizid Black Metal Band aus Deutschland... soweit nichts neues also. Das Duo, welches sich aus Fäulnis (u.a. Todessucht, Faulen oder die vor kurzem reviewten Grauzeit) und IRA (Misanthrop) zusammensetzt, versteht es aber doch schon einiges an wirklich depressiver Atmosphäre aufzubauen.






"Leben = Leid", der erste Song nach dem Intro gefällt mir schon ganz gut, eher langsam, mit einer traurigen Melodie und sogar Streicher-Samples. Sogar der Gesang geht hier in Ordnung - immerhin ein Beweis dafür, dass der Sänger auch anders kann. Er ist zwar nicht besonders, typisch für DSBM, aber erträglich und nicht so pseudo-verzweifelt krächzend. Der zweite Song ist mir persönlich etwas zu langgezogen, es passiert nicht wirklich viel - aber die zweite Hälfte ist richtig gut, da hier auch mal schneller zu Werke gegangen wird. Etwas mehr davon hätte dem nächsten Song bestimmt auch sehr gut getan, bei welchem ich aber die auch die Akustikpassage mit den Samples (Chor) zum Mittelteil hin, die sich dann auch bis zum Ende hin durchzieht, sehr gelungen finde. "Asphyxie" fängt harmlos an, kommt etwas polternd daher, wird zum Ende hin aber richtig fies. "Borderline" hat Ähnlichkeiten mit dem Song "Depression" von Permafrost's Erstling "Pervers & Geisteskrank", was mir außerordentlich gefällt, jedoch kann er das Niveau nicht auf Dauer halten. Es folgt ein kurzes Outro und fertig.

Fazit:
Doch, das hier kann man sich definitiv schonmal anhören - vorausgesetzt natürlich, dass man für die Art Black Metal überhaupt was übrig hat. Triebtat stellen jetzt zwar keine Band dar, die man unbedingt einmal gehört haben muss, dafür ist ihre Musik einfach zu gewöhnlich, aber es ist doch ein kleiner Funke, der sie für mich vom Einheitsbrei abhebt... ich komme nur noch nicht genau darauf, was das ist. Wer die CD sein Eigen nennen möchte, dem sei der Kontakt zu Runenstein Records nahegelegt: runensteinrecords.blogspot.com. Limitiert auf 100 handnummerierte Exemplare.

5.5 / 10 Punkte

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