Sonntag, 6. November 2011

Review: Negatum - Suizid: Der Gedanken Schattenspiele (CD, Eigenproduktion)

Was haben wir denn hier? Ein Debüt-Album einer deutschen depressive/suicide Black Metal Band mit Namen Negatum, die noch dazu vorher nie eine Demo veröffentlicht hat? Kann das überhaupt etwas taugen? Meine Antwort in einem Wort: bedingt. Eine ausführlichere Besprechung lest ihr nun im folgendem...







Wie gesagt nennt sich das Duo Negatum, welche sich früher Schattenreich nannten und unter diesem auch eine Demo aufnahmen, und präsentiert mit "Suizid: Der Gedanken Schattenspiele" aus dem Jahr 2008 ihr erstes Lebenszeichen in Form eines selbstveröffentlichten Albums. Die Band zelebriert eine Art Mixtur aus DSBM und einer leichten Prise Doom Metal. Das klingt auf dem ersten Track (ein Instrumental) auch nicht verkehrt. Erinnert ein wenig an die melancholischeren Stücke Nargaroth's. Selbiges gilt für "Finsternis". Allerdings hält das nur an bis zum Einsetzen des Gesangs. Der ist nämlich typisch für depressive Black Metal, wobei ich sagen muss, dass er auch eine gewisse Individualität inne hat. Trotzdem mag ich ihn hier nicht so recht. Da gefällt mir "Suizid" schon bedeutend besser, in instrumentaler als auch in sanglicher Hinsicht. Die beiden letzten Lieder sind etwas doomiger ausgefallen, das gilt vor allem aber für das letzte, welches auch rund 23 Minuten Länge besitzt. Somit kommt man insgesamt auf eine Spielzeit von knapp 51 Minuten. Das ist für ein erstes Lebenszeichen schon beachtlich, und ich muss zugeben: keine verschwendete Zeit.

Fazit:
Es stimmt - das Album von Negatum ist zwar nicht das nonplusultra, aber doch wesentlich besser, als die Releases vieler anderer sogenannter "DSBM" Bands. Es ist erfreulich auch mal Alben dieses sub-sub-genres zu hören, bei denen man mal das Gefühl hat, seine Zeit nicht verschwendet zu haben. Hier kommt sogar eine gute Atmosphäre auf, die sich allerdings nicht bei jedem Song durchgehend halten kann. Ich bin gespannt, ob und in welcher Form man von dieser Band noch einmal was hören wird.


7.5 / 10 Punkte

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen