Freitag, 18. November 2011

Review: Moloch - Der Schein des schwärzesten Schnees (CD, Sabbathid Records)

Das einstmalige Phänomen Moloch aus der Ukraine scheint sich mit der Zeit immer mehr zu einem sich immer mehr ausbreitendem Geschwür zu entwickeln, was man einfach nicht mehr loszuwerden scheint. Allein dieses Jahr erschienen (bisher) drei Alben... dazu muss man nichts mehr sagen. Doch muss ich zugeben, dass mit dieser Scheibe eins der interessantesten Werke von Moloch veröffentlicht wurde, die ich seit der Split mit Glass Coffin zu hören bekommen habe.




Teilweise hört sich das Album schon an wie die Zwischenstücke auf der ersten Fäulnis "Cholerik"... das beziehe ich hier auf den "Gesang" sowie die Musik, die teils auch in ambientartige Gefilde abdriftet, jedoch nicht so sehr wie auf anderen Alben der Band. Hier steht eindeutig der Black Metal im Vordergrund, der zwar meist hoffnungslos übersteuert ist ("Philosophie der Depression"), und so an Sachen wie etwas Striborg erinnert, aber trotzdem recht interessant klingt. Es gibt einerseits diesen klagenden Schreigesang, Klargesang und das ein oder andere Sample zu hören. "Winterliche Teilnahmslosigkeit" stellt für mich ein Highlight auf der CD dar. Der geht allerdings lediglich knapp über eine Miute und ist auch nur instrumental. "Ein Teil meiner Essenz wird hier immer verweilen" möchte ich auch noch besonders hervorheben, da er wirklich burzum'deske Sphären annimmt und eine unglaubliche Atmosphäre besitzt.

Fazit:
Kein besonderes Album, auch wenn es mit eines der besten neueren Werke Moloch's darstellt. Ab Lied sieben wird die CD eigentlich erst richtig interessant, der letzte Track, ein über 15-minütiges Ambient-Stück, macht da aber wieder vieles zunichte - es ist zwar atmosphärisch sehr gut, aber wer sich das wirklich an einem Stück anhört, muss schon starke Nerven haben, da sich hier auch nicht sehr viel tut. Achso, und zum Abschluss gibt es sogar noch ein Video auf der CD zum Song "Philosophie der Depression"... naja, es ist halt standard, aber es gibt peinlichere Sachen.

6.0 / 10 Punkte

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