Montag, 14. November 2011

Review: Agrypnie - Asche (CD, Supreme Chaos)

Mal davon ab, dass ich nicht wusste, ob das Label Supreme Chaos Records überhaupt noch existiert, habe ich auch von der hier genannten Band Agrypnie noch nie etwas gehört. Medizinisch betrachtet bedeutet Agrypnie Schlafstörung... nun diese haben die Mitglieder der gleichnamigen Band wohl auf jeden Fall - anders kann ich mir diese Musik nicht erklären. Dabei sind die Beteiligten bei weitem keine Unbekannten, zumindest zwei der drei Leute... den Gesang übernimmt Torsten, der auch ehemaliger Sänger der Band Nocte Obducta war/ist, sowie Nathanael von Bonjour Tristesse und Heretoir.

Diese einleitenden Worte sind auf keinen Fall negativ aufzufassen: die dargebotene Musik kann sich wahrlich hören lassen, auch wenn es für gestandene Black Metal wohl eher schwer verdauliche Kost sein wird. Auf Grundlage des eher modernen, technisch versierten Death Metals werden hier zu Anfang direkt zwei sehr gute Songs mit Überlänge abgeliefert. Der Gesang ist schön gröllend und erinnert nicht nur einmal an Sachen wie Cities Of Sleep oder Stillhet (diese Dark Rock Band, die es mal gab...). Lied 3 wird durch ein Piano eingeleitet und geht dann in einen instrumentalen Industrial/Ambient-Brei über. Sowas ist gar mal gar nicht mein Fall, auch wenn das hier zu hörende doch Potential aufweist. "Augenblick" ist da wieder eher meine Kragenweite und richtig schön emotional dargeboten, wie bei den ersten beiden Songs. "Kosmos (Omega)" ist ein instrumentales Ambient-Stück und stellt das eigentliche Outro dar. Nur wirkt es mit über sieben Minuten doch enorm in die Länge gezogen. Den Abschluss bildet letztlich noch ein zusätzlicher Song, verkörpert durch die Demo-Version von "Augenblick". Rein instrumental dargeboten und von schlechterer Aufnahme Qualität, aber trotzdem klar und sauber. Nettes Gimmick also.

Fazit:
Anfangs war ich ziemlich angetan von diesem Mini-Album, aber die Ernüchterung folgte doch recht schnell. Bis auf drei gute emotionale Lieder hat die EP nicht viel zu bieten, und den Rest kann man eigentlich als überflüssig betrachten und hätte man lieber weglassen sollen - das wäre auf jeden Fall besser gewesen und hätte den Gesamteindruck doch eher in die Richtung hin tendiert, die diese EP auch verdient hätte.

6.5 / 10 Punkte

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