Samstag, 26. November 2011

Preview: Sale Freux - La Mélancolie des Pennes (MC, Selbstmord Kommando)

Im Dezember diesen Jahres wird es endlich veröffentlicht werden. Die Sprache ist hier natürlich von oben genanntem Album "La Mélancolie des Pennes" der französischen Ein-Mann-Band Sale Freux. Mastermind Dunkel präsentiert dem geneigten Hörer hier das zweite Werk seiner Band, und kann das hohe Niveau, welches er sich mit dem Debüt gesetzt hat, locker halten. Das Werk bietet sogar einige Überraschungen.







So fällt zunächst der Stilwechsel auf... war das Debüt noch durchzogen von einem nicht zu leugnenden Gefühl der Naturverbundenheit, verhält es sich hier doch anders. Sicher - Akustik-Gitarren finden auch hier Verwendung, und das mehr als einmal, aber die Grundatmosphäre ist eine völlig andere. "La Mélancolie des Pennes" scheint tiefer zu gehen. Es ist, wie der Name schon verrät gefühlvoller, leidenschaftlicher, persönlicher. Man lauscht den Klängen, und hat den Eindruck einer sterbenden Seele in ihrem Todeskampf zu zuhören. Übrigens bedeutet der Bandname ins Deutsche übersetzt nicht viel mehr als etwa 'Dreckige Krähe'. Ein besserer Name in Verbindung mit der dargebotenen Musik hätte man wirklich nicht wählen können. Die Musik an sich scheint direkt aus den frühen 90ern Jahren der französischen Black Metal Szene entsprungen zu sein - und doch klingt sie erfreulich unverbraucht. So stellt der hier zelebrierte Black Metal wirklich die Essenz all dessen dar, was ich unter dieser Musik verstehe - Aggressivät, Räudigkeit, Krankheit, Melancholie, Schmerz, Kälte und Hass. Auch wurden in einigen Liedern schwere Streichinstrumente verwendet, die allerdings bewusst dezent im Hintergrund gehalten wurden, und so nur diese drückende, nebelverhangene, düstere Atmosphäre noch mehr unterstreichen. Besonders zum Tragen kommt das in den Songs "Insomnia" und "Averse de Plumes".

Fazit:
Im Vergleich zum ersten Album "Subterranus" ist das neue, hoffentlich baldig kommende, Werk von Sale Freux düsterer und melancholischer ausgefallen. Ein depressiver Black Metal-Klangteppich, mit einer wunderbaren Atmosphäre, die man allerdings erst wirklich auf sich wirken lassen muss. So hat mich das Album schon zwei, drei Durchläufe gekostet, um auf mich seine ganze Essenz zu entfalten - so zeigen sich einem doch erst nach mehr als einmaligem Hören verschiedene Details, wie die erwähnten verwendeten Streicher. Doch die Mühe hat sich definitiv gelohnt. Ein mehr als überzeugendes Machwerk, und wenn das Debüt in meinen Augen schon gut war, dann ist das hier einfach nur grandios! Release ist wie eingangs schon erwähnt im Dezember, ein genauer Termin steht aber noch nicht fest. Für Anfragen meldet euch beim Label unter http://sk-produktionen.blogspot.com.

10 / 10 Punkte

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