Samstag, 24. September 2011

Review: Inhuman Hate - Twilight Of A Lost Soul (CD, Eisenwald Tonschmiede)

Das aktuelle Album der deutschen Formation Inhuman Hate erschien bereits letztes Jahr unter besagtem Label. Eigentlich direkt eine Schande. dass mir das Werk erst vor ein paar Wochen vorlag und ich nicht früher darauf aufmerksam wurde. Hier liegt nämlich ein wirklich starkes Depressiv Metal-Album vor, welches ich gleich zu Anfang schonmal allen nahelegen möchte, die mit den jüngeren Werken von Fäulnis etwas anzufangen wussten.





Bei "Twilight Of A Lost Soul" handelt es sich um ein waschechtes Dark Metal Album. Ich wähle diese Umschreibung bewusst, denn die Musik lässt sich nicht wirklich definieren. Es steckt etwas vom Black, aber ebenso vom Death und Doom Metal drin. Auch auch gewisse Note des Depressive Rock wie ihn beispielsweise Isolation auf ihrem neuen Album zelebrieren lässt sich hier ausmachen. So vereint auch gleich der erste Song (mit einer stolzen Spielzeit jenseits der 15-Minuten-Grenze!) alle diese Einflüsse in einem in sich schlüssigen Lied voller Lethargie. Etwas zu monoton vielleicht, aber sehr intensiv. Da geht das zweite Lied schon um einiges schneller zu Werke, hält dann im Mittelteil noch eine angenehme Zwischenpassage bereit, die aus mehreren Soli besteht und sich bis ins letzte Viertel streckt. Der dritte Song ist eine Art Zwischenstück in Form eines (wenn auch sehr kranken) hörspielähnlichen Monologes, der in seiner Machart wirklich verstärkt an Werke vom Schlage Todesstoß oder Fäulnis erinnert. Das vorletzte Stück wird von klassischen Instrumenten eingeleitet und geht dann über in einen gemächlicheren Dark Metal-Song, der ganz im Stile älterer Gothic und Doom-Kombos gehalten zu sein scheint. So etwas bekommt man heutzutage auch nur noch sehr selten geboten. Der fünfte und letzte Song präsentiert sich dann noch einmal als ein gradliniger melancholischer Black Metal Song mit Doom zum Ende hin.

Fazit:
Ein sehr gutes Album, auf das man sich aber wirklich einlassen muss, um seine Atmosphäre gänzlich zu erfassen. Inhuman Hate haben hier definitiv keine CD für zwischendurch geschaffen. Um das Werk begreifen zu können, sollte man erstens in der richtigen Stimmung sein und sich zweitens eine Umgebung der nötigen Atmosphäre, Zeit und Ruhe verschaffen. Sind diese beiden Faktoren gegeben, kann man sich ungetrübt diesem starken Werk widmen - welchem im übrigen auf 666 Exemplare limitiert ist und als Digi aus Raukarton daherkommt. Das Logo sowie die Nummer sind eingestanzt.

9.0 / 10 Punkte

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