Freitag, 2. September 2011

Review: Aurvandil - Yearning (CD, Eisenwald Tonschmiede)

Vor kurzem erreichte mich ein Schwall Promo CDs, darunter auch jenes neue, erste Album der französischen Ein-Mann-Kapelle Aurvandil, veröffentlicht durch die deutsche Eisenwald Tonschmiede.









Nun, was einen auf "Yearning" erwartet dürfte klar sein... nach einem akustischen Einklang geht es gleich über in düsteren Black Metal. Sehr kalt und grimmig vorgetragen, das wird schon beim ersten Song klar - wobei mich die Melodie von "End of an Age" bis zur Mitte hin irgendwie an Kapellen wie Absurd oder Wolfsmond erinnert. Aber wollen wir Aurvandil jetzt mal keinen Strick daraus drehen. Der Mann besitzt auf jeden Fall einen ausgeprägten Sinn für dichte Atmosphären und abwechslungsreiche Songstrukturen, so finden des öfteren Akustik-Gitarren ihren Einsatz, es gibt wohl platzierte Tempowechsel innerhalb der Songs (wobei die Geschwindigkeit zumeist im Midtempo gehalten ist, aber auch gerne in schnellere Gefilde übergeht), sowie passend verstreute instrumentale Soli. Hier trifft misanthropische Kälte auf düstere Winter-Romantik und herzzerreißende Melancholie. Aufgelockert wird das Ganze durch immer wieder eingesetzte instrumentale Akustik-Passagen, sei es als Einleitung, als Mittelteil/Ausklang eines Songs oder als Zwischenstück wie "Walking". Das eigentliche Album bietet insgesamt neun Lieder, der 10. und letzte Song hält mit "Jesus' Tod" noch ein Burzum Cover bereit. Gute und atmosphärische Umsetzung in meinen Augen und fügt sich auch perfekt in den Rest von "Yearning" ein.

Fazit:
Eigentlich direkt eine Schande, dass ich erst jetzt auf diese Band und das Album aufmerksam wurde. Soviel Potential und Atmosphäre hat bisher kaum ein Album anno 2011 ausgestrahlt. Wenn die Scheibe noch einmal irgendwann auf Vinyl aufgelegt werden sollte, bin ich auf jeden Fall dabei!

9.5 / 10 Punkte

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