Montag, 15. August 2011

Review: Zorn - Menschenfeind II: Antichristliches Naturerbe (CD, Christhunt)

Das nunmehr vierte Voll-Album der deutschen Kapelle Zorn erschien ja auch schon vor einiger Zeit, jedoch fiel mir letztens beim erneuten hören von "Menschenfeind II" auf, dass ich bisher noch keine Rezension zu dem Werk geschrieben hatte, was ich hiermit jetzt nachholen möchte...








Nach den Alben "Schwarz Metall", "Menschenfeind" und "Todesschwadron", sowie diversen Promos und zwei Split EP's wird das neue Album wohl keine großen Überraschungen bergen... könnte man annehmen. Aber tatsächlich ist "Menschenfeind II - A.N." das wohl ausgereifteste und zugleich stärkste Album der Terror Truppe. Dabei sollte das Album ja ursprünglich mal bei Black Hate veröffentlicht werden, warum man aber dennoch auf Christhunt veröffentlichte, kann man nur mutmaßen. Wie dem auch sei - das Album hält die wohl aggressivsten, druckvollsten, weil am besten produzierten Songs der Band bisher bereit. Geboten werden deren übrigens acht Stück bei einer Gesamtspielzeit von knappen 48 Minuten. Der Black Metal ist sehr oldschool, irgendwo zwischen typisch deutschem und typisch nordischem anzusiedeln. Oftmals im Midtempo präsentiert, aber dann und wann auch mal sehr aggressiv knüppelnd - Gefangene werden hier auf jeden Fall nicht gemacht, und Verschnaufpausen gewährt man dem Hörer keine. Titel wie "Vektoren der Dummheit", "...für eure Ignoranz", "Spottgeburten" oder "Zerstöre den Mensch" sprechen schon eine deutliche Sprache, eine noch deutlichere die Texte, die man sogar bis auf einige Stellen sehr gut versteht. Der Gesang stellt für mich auch eigentlich den einzigen wirklichen Kritikpunkt der CD dar - mit diesem arg technisch verzerrtem kann ich mich einfach nicht ganz anfreunden, und so zündet dieser auch nur bei manchen Gelegenheiten bei mir. Genial finde ich den absolut düster-depressiven Brecher "Endloses Leer", der mit seinen knapp 11 Minuten Spielzeit für mich das Highlight des Albums darstellt.

Fazit:
Das beste Album aus der Feder von Zorn bisher. Druckvolle Produktion, hasserfüllte Atmosphären, ein Gesang, der trotz allem im großen und ganzen auch in Ordnung geht... ein überdurchschnittliches Album, das auf Grund seiner Machart aber wohl nicht jedermanns Geschmack treffen wird.

7.5 / 10 Punkte

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