Sonntag, 7. August 2011

Review: Evil - Pure Black Evil (CD, Hammer Of Damnation)

Die Underground Kombo aus Brasilien lässt mal wieder von sich hören... das letzte Mal, als ich den Namen Evil registierte war im Zusammenhang mit der Drowning The Light Split. Nun liegt mit "Pure Black Evil" eine Art Best Of der Band vor.








Sollte man entgegengesetzt aller Wahrscheinlichkeit alle Demos, Alben und Splits der Band besitzen, macht ein Best Of-Album bekanntlich ja nicht allzu viel Sinn. Allerdings ist das im Falle von Evil doch recht unwahrscheinlich wie schon erwähnt (vorallem, wenn man doch eher in Europa beheimatet ist, sprich sehr weit weg). Lohnen tut sich diese Zusammenstellung also allemale, zudem hier wirklich so gut wie alle raren Stücke zum besten gegeben werden... so z.B. die Original-Aufnahme von "A Southern War from the Winter's March" oder das geniale "In the Forest of Insanity and Sorrow". Die Qualität der Aufnahmen schwankt teils sehr, dadurch, dass die einzelnen Stücke wohl nicht neu gemastert wurden, und so belassen wurden, wie sie waren. Auch das relativ aktuelle "Iron Tyranny" von der Split mit Abigail ist hier enthalten - und das Stück hat neben dem Black Metal noch einen sehr old schooligen Thrash-Einschlag, der sehr gefällt. Oben drauf gibt es neben dem sehr guten Moonblood Cover "Burning In Hell", welches ja schon auf der offiziellen Tribut-CD erschien, noch zwei bisher unveröffentlichte Stücke zu hören: einmal das instrumentale Intro "Pure Black Evil" und den letzten, versteckten Song "Into the Cosmic Cataclysm", der mit knapp sieben Minuten Spielzeit aufwartet und zum Schluß noch einmal alles wegfegt, was ihm im Weg ist.

Fazit:
Eine lohnenswerte Best Of der Band, vorallem für alle die, die Evil bisher noch nicht gut oder gar nicht kannten. Musikalisch gesehen keine Bedenken. Jedoch finde ich es merkwürdig, dass sich Evil trotz ihrer neuartigen eindeutigen Aussprache gegen politische Extreme für so einige kontroverse Aufnahmen entschieden haben, die zudem ja überwiegend noch von extrem kontroversen Splits stammen. Ob das unbedingt der Sache dienlich ist, seinen vorhandenen Ruf loszuwerden, wage ich mal stark zu bezweifeln.

8.0 / 10 Punkte

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