Dienstag, 16. August 2011

Review: Ah Ciliz - Reawakening Ancient Sorrow (CD, Selbstmord Kommando)

Aus Amiland, genauer aus L.A. stammt diese Ein-Mann-Band - auf Grund der Gastauftritte hätte ich eher auf Südamerika getippt, aber was soll's. E. von Ah Ciliz präsentiert mit "Reawakening Ancient Sorrow" sein erstes vollständiges Album. Ob's was kann, lest ihr nun im folgenden.









Gespielt wird atmosphärischer Depressiv Black Metal, vom Stil her ähnlich wie ihn beispielsweise die Franzosen Nocturnal Depression zelebrieren (ich rede hier vorallem von ihrem Werk "Nostalgia").  Das Album hält ganze neun Songs bereit, die alle eine Länge zwischen 4 und 7 1/2 Minuten aufweisen, wobei einige Songs eigentlich auch rein instrumentale Stücke mit Sample-Einlagen und gelegentlichen Schreien zu sein scheinen. Ich muss ehrlich gestehen, dass mich die erste Hälfte des Albums nicht wirklich vom Hocker haut... zu gewöhnlich die Machart und der Gesang ist knapp an der Grenze zum Emo-Heulsusen-BM. Wobei man in Track eins und zwei sogar noch Hilfe an den Drums hatte - nämlich von W. (Grimlair). Lied Nummer eins ist als Intro auch noch ganz pasabel und atmosphärisch. Musikalisch geht "Oceans From My Veins" auch noch in Ordnung, nur der Gesang macht hier einiges an Atmosphäre kaputt. "Comatose" wirkt dann schon unnötig in die Länge gezogen. "Fragil Sirviente" ist ein sehr atmosphärisch dichter Depressive Black Metal-Song, leidet aber darunter, dass man auch hier das Gefühl hat, das alles schon gehört zu haben. Ab "Creators Of Time (Mayan Ressurection)" scheint es dann dafür aber richtig interessant zu werden, so kann man den Song getrost als Überleitung zu dem nun folgenden sehen. Die Songs "Ancient Mayan Sorcery" und "Over the Andes" sind nämlich ungleich rauer und ursprünglicher als die vorhergegangenen Lieder. Das gefällt mir auch wesentlich besser, da es in meinen Augen einfach mehr mit dem eigentlichen Black Metal zu tun hat. Es folgen die beiden Bonus Lieder "YourSelf-Mutilation", der ein sehr raues Stück Suizid Black Metal verkörpert, und "Years of Sorrow", der eher im Stile klassischer melancholischer Black Metal-Stücke gehalten ist, erinnert er instrumental doch etwas an das erste Burzum-Album.

Fazit:
Atmosphärisch ist das Album auf jeden Fall, auch wenn die ersten vier Lieder mich jetzt nicht unbedingt ansprechen, und in meinen Augen wohl eher nur Durchschnitt sind. Ab Lied fünf aber wird die CD richtig gut, und die restlichen Songs sind mehr als nur hörenswert. Limitiert ist die Vinyl-CD mit Pro-Inlayprint (beidseitiger Druck) und im DVD-Case im übrigen auf 100 handnummerierte Exemplare. Es gab auch mal eine Zeit, da hätte das Album sicherlich mehr Punkte von mir erhalten, da ich es auch allgemein für besser befunden hätte, aber so...

7.5 / 10 Punkte

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen