Sonntag, 31. Juli 2011

Review: Wraith Of The Ropes - Ada (CD, Totalrust Music)

...und jetzt ein absoluter Geheimtipp für all jene, die auf Atmosphäre setzen. Solltet ihr Horrorfilme, -sountracks und auf Funeral Doom stehen, solltet ihr das hier unbedingt einmal lesen...









"Ada" ist das erste Vollalbum des Duos aus Amiland und erschien bereits 2005. Dennoch kennt es auch heutzutage kaum jemand, was ich nicht so ganz nachvollziehen kann, und deshalb nutze ich diese Zeilen einmal dafür, den Bekanntheitsgrad dieser Veröffentlichung etwas zu steigern. Wraith Of The Ropes bewiesen schon mit ihrer Demo "The Red Door" aus dem gleichen Jahr, dass sie einen Hang zu horrordesken und geisterhaften Atmosphären haben - das lag nicht zuletzt an ihren Eigeninterpretationen der Filmmusik-Klassiker "Halloween" (John Carpenter) und "Suspiria" (Goblin), auch das geniale "Ada (Behind the Red Door)" war gekonnt in Szene gesetzt und die beiden weiteren Coversongs von The Cure und Black Sabbath sind kaum noch mit den Originalen vergleichbar, so wurden aus ihnen reinrassige Funeral Doom Metal Nummern.

Nun aber zu vorliegendem Werk: "Ada". Das Album hat wie gesagt eine sehr geisterhafte Atmosphäre inne, die sehr drückend und beängstigend wirkt, fast lethargisch. Der Stil der Band lässt sich mit Worten kaum beschreiben, in den einzelnen Songs findet sich eine Vielzahl an verschiedenen Einflüssen wieder: so ist der Funeral Doom Metal zwar omnipräsent, doch wird auch viel mit Keyboard gearbeitet, woraus die fast filmartige Horror-Atmosphäre entsteht, der Gesang tut sein übriges dazu, geht dabei einmal in doomige Gefilde, dann auch wieder in etwas BM-lastig über - insgesamt wirkt er sehr verzerrt, aber man kann trotzdem eigentlich jedes einzelne Wort vom Text verstehen. Apropos... die Texte haben es wirklich in sich, sind sie doch dermaßen selbstzerstörerisch, dass es beim zuhören schon innerlich schmerzt, das zu lesen. Das wirklich lethargische Artwork der CD gibt einen dann den Rest und hat eine ähnlich intensive Wirkung in Verbindung mit der Musik wie beispielsweise "Letharg" von Fäulnis.

Fazit:
Ein meiner Meinung nach grandioses Werk, welches zu Unrecht von vielen unterschätzt wird, und welches noch mehr Leute überhaupt nicht zu kennen scheinen, was wirklich sehr schade ist. "Ada" erfindet das Rad zwar nicht neu, und hat bestimmt nicht zu letzt wegen seiner Vielfältigkeit an Einflüssen längst nicht so viele Anhänger, wie es verdient hätte, Aber Leute, wenn ihr, wie ich, solche Atmosphären schätzt und Sinn für Horror und Geisterwelten habt, dann versucht unbedingt diese Scheibe noch irgendwo aufzutreiben!

9.0 / 10 Punkte

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