Montag, 25. Juli 2011

Review: Imber Luminis - Fletus (MC, Selbstmord Kommando)

Manchmal hat man einfach solche Veröffentlichungen, zu denen fällt einem einfach nichts ein, da sie einen schlicht sprachlos machen... auf die eine oder andere Art. Die Kassette "Fletus" aus der Feder des belgischen Ein-Mann-Projektes Imber Luminis gehört mit Sicherheit dazu - im positiven Sinne!

Das Tape beinhaltet zwei - naja, eigentlich eher einen Song in zwei verschiedenen Fassungen. Ob das ganze dann so sinnig ist, sei mal dahin gestellt, zumal der eigentliche Song auch schon einige Ambient-Anleihen aufweist. Aber dazu später ausführlich mehr.
Die erste, eigentliche, Version des Liedes bietet atmosphärischen Doom/Depressive Rock mit, wie schon erwähnt, einigen Ambient-Klängen. Sehr tiefgängig und emotional... Langeweile kommt trotz der eigentlich recht tristen Melancholie und Monotonie nicht wirklich auf, da schon genügend Abwechslung geboten wird, wenn die sich auch nicht auf ein allzu großes Ausmaß erstreckt. Das klingt beinahe wie Sieghetnar, nur etwas weniger Ambient und (im Vergleich zu jüngsten Sieghetnar-VÖ) mit mehr emotionaler Dichte. Den Vergleich bringe ich hauptsächlich wegen des Stiles an... denn auch hier ist der Song mit seinen knapp 40 Minuten vertonter Trauer und Melancholie rein instrumental vorgetragen - was sicher den meisten nicht unbedingt zusagen wird. Aber wer sich auf dieses Werk einlässt, darf sich im abgedunkelten Zimmer entspannt zurücklehnen, die Augen schließen und auf Reise gehen.
Die andere Fassung von "Fletus" stellt einen Remix dar. Remix bedeutet, dass es hier also wesentlich elektronischer zu Werke geht, als beim Original. Wo der eigentliche Song also nur Ambient-Anleihen besitzt, so ist diese Version ein reines Ambient-Stück. Das ist nicht übel, und Vergleiche zu Vinterriket kommen mir in den Sinn. Trotzdem kann mich das Stück nicht so in seinen Bann ziehen, wie es das Original vermag.

Fazit:
Wie ich eingangs schon sagte... es gibt Veröffentlichungen, zu denen fällt einem einfach nichts mehr ein, man muss sie selbst erleben, um zu erfassen wie sie wirken - und das Beste daran ist, dass diese Art von Musik bei jedem anders wirken kann, was "Fletus" zu etwas ganz Besonderem macht. Allerdings möchte ich hier nur bedingt eine Kaufempfehlung aussprechen, denn es wird nicht gerade wenige geben, die hiermit rein gar nichts anfangen könnten. Limitiert ist das Tape auf 100 handnummerierte Exemplare.

8.0 / 10 Punkte

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