Montag, 18. Juli 2011

Review: Faagrim & Zwartplaag - United Wolfish Hordes (CD, Thor's Hammer)

In diesem Jahr wurde die hier vorliegende Split veröffentlicht. "United Wolfish Hordes" der Titel, beteiligte Bands sind die beiden relativ bekannten Kombos Faagrim aus Deutschland und Zwartplaag aus den Niederlanden.









Beginnen wir bei Faagrim, die die ersten fünf Lieder der CD beisteuern. Zunächst einmal fällt beim Durchblättern des Beiheftes auf, dass die vier-köpfige Band wohl einen leichten Hang in eine bestimmte politische Richtung hat. Naja, sei es drum. Wer auch bei Christhunt sein Album veröffentlicht... hehe. Aber zur Musik: die ist gar nicht mal verkehrt. Nach einem netten, aber eigentlich überflüssigem Intro fängt auch gleich "Die Zeit der Wintersonnenwende" an, und macht eigentlich schon recht klar, in welche musikalische Richtung die weiteren Songs tendieren - rasender Underground Pagan Black Metal mit deutschen Texten. Beißende Gitarren, donnerndes Schlagwerk, hasskeifende 'Gesänge'.  Das kann sich hören lassen und gefällt mir persönlich sehr gut. "Mein Pakt mit dem Wolf" bietet auch nochmal einen netten Solo-Part etwa in der Mitte, "Flamme empor (Sieg oder Walhall)" ein kurzes Sample-Intro, und der letzte Song "Pagan Brotherhood" ist eine wahre Hymne mit Keyboard-Einsatz.

Kommen wir zu Zwartplaag. Die steuern die letzten drei Lieder bei - wobei auf der CD vier Titel vermerkt sind, doch wurde hier offensichtlich das Intro mit dem ersten Song zusammengelegt. Wie man es schon von dem Trio gewohnt ist, wird hier solide Arbeit bei den Instrumenten geleistet. Erhabener Black Metal, satanisch, dreckig, misanthropisc, hinzu kommt, dass die Songs alle relativ individuell gehalten sind, und so einen hohen Wiedererkennungs- und -hörenswert besitzen. Was will man als Hörer mehr? Hier wurde mal wieder alles richtig gemacht.

Fazit:
Netherlands 12 Points würd' ich mal sagen. Was die deutschen Vertreter auf dieser Split CD angeht, bin ich etwas zwiegespalten, was aber nix mit der offensichtlichen Einstellung der Band zu tun hat. Rein musikalisch betrachtet zwar gute Arbeit, die hier geleistet wurde, aber mir fehlt da doch noch das gewisse Etwas, ein wirklicher 'Aha'-Song, der einen aufhorchen lässt, und bei dem man denkt 'das isses'. Naja, trotzdem wie gesagt keine allzu schlechte Arbeit und auf jeden Fall gehobenes Mittelfeld. Limitiert ist die CD übrigens auf 500 Exemplare.

8.5 / 10 Punkte

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