Dienstag, 26. Juli 2011

Review: Celticmoon & Waffenweihe - Split (LP, Burning Churches)

Zwei sehr kultige Untergrund-Bands aus NRW. Zwei alte Demos. Zusammen gebannt auf eine schön aufgemachte 12'' Vinyl.










Wie man der Einleitung entnehmen kann, richtet sich diese Veröffentlichung wohl wirklich nur an die jendigen, die dem Underground Black Metal huldigen. D.h. hauptsächlich, dass die Aufnahmen dementsprechend nicht sehr sauber ausfallen - wobei die Produktion für Demo-Aufnahmen absolut in Ordnung geht - und manches stellenweise doch etwas unbeholfen wirkt. Was soll's... das macht ja gerade den Charme solcher Releases aus. Zunächst einmal möchte ich mich der Celticmoon-Seite widmen. Die enthält die 1996 veröffentlichte Demo "My Illusion of an Eternal Winter", welche im Original als Kassette unter Eigenregie erschien und aus insgesamt vier Songs besteht, bei einer Spielzeit von etwa 17 Minuten. Für Demo-Verhältnisse also akzeptabel. Was die Musik angeht, muss man eigentlich nicht viel sagen - geboten wird wie gesagt Underground Black Metal ohne irgendwelchen Schnickschnack. Insgesamt betrachtet sehr melancholisch dargeboten, wenn auch nicht nur im Mid- sondern auch im Uptempo gespielt wird, und das Keyboard-Stück "Misty Forests" lässt einen an vergangene Zeiten denken, als es noch Bands wie Wongraven oder Pazuzu gab, oder Mortiis gerade am Anfang seiner Karriere stand.
Die Seite von Waffenweihe enthält ihre Demo "Ein Sturm zieht auf...", welches im Jahr 2001 ebenfalls im Original als Kassette als Eigenproduktion veröffentlicht wurde. Enthalten sind insgesamt fünf Lieder, die auf eine Spielzeit von etwas mehr als 24 Minuten kommen - dem Celticmoon Material also ähnlich. Da hört die Gemeinsamkeit allerdings auch weitestgehend schon auf, denn das Duo Waffenweihe präsentiert sich ungleich kriegerischer und schneller als ihr Split-Kollege - was wohl nicht zuletzt auch am Namen liegen dürfte... dem wird die Band auf jeden Fall gerecht. Insgesamt scheint die Qualität der einzelnen Aufnahmen etwas von einander abzuweichen, allerdings stört das nicht sonderlich.

Fazit:
Auf der einen Seite eher melancholisch und okkult, auf der anderen Seite doch eher kriegerisch, misanthropisch und satanisch. Eine Split, die zwei sehr gute Underground-Demos enthält und die ich hiermit wärmstens empfehlen kann - vorausgesetzt natürlich, dass man die beiden Werke nicht schon im Original besitzt, aber selbst da würde ich einen Kauf noch in Erwägung ziehen. Limitiert ist die LP im schwarzen Vinyl auf 400 handnummerierte Exemplare.

10 / 10 Punkte

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