Montag, 18. Juli 2011

Nostalgie-Review: Atman - Like Pure Unawaited Magic (CD, New Gotia/Requiem)

Anno 1996 erschien dieses erste Album der heute noch aktiven Spanier Atman. Der Stil hat sich eigentlich seit damals nicht grundlegend geändert, nur das man heute eher eine depressivere Schiene fährt, was eigentlich verdammt schade ist, da es sich bei dem ersten Werk von Atman um ein sehr mystisch-okkultes Black Metal mit Symphonic Elementen handelt. Der Stil war wahrscheinlich auch der Grund dafür, dass das Album seiner Zeit nicht die Beachtung fand, die es eigentlich verdient hätte - heutzutage ist es aber wohl unter Kennern, wie ich gehört habe, ein gesuchtes Objekt. Dazu jedoch erst später mehr.


Das Album beinhaltet insgesamt neun Lieder, von denen aber zwei jeweils als Ein- bzw. Ausklang dienen. Geboten wird wie schon erwähnt okkulter Black Metal, der durch eine mystische Symphonic- und Dark Metal-Note noch abgerundet wird. So kommen in einigen Passagen Keyboards ebenso zum Einsatz wie Akustikgitarren und auch ein weiblicher Soprano findet des öfteren Verwendung. Daran werden sich wohl auch die meisten gestört haben, und wahrscheinlich auch immer noch stören. Ich persönlich finde zwar übertrieben zu sagen, dass das Album schon weit für seine Zeit war, nichts desto trotz finde ich es sehr gut, da die Band auch eine gewisse Eigenständigkeit besitzt, was den Eindruck von Innovation vermittelt - auch wenn der Stil eigentlich nicht weiter innovativ war/ist. Vielleicht kein Meisterwerk, aber sehr symphatisch!

Atman machen wie gesagt heute noch Musik, auch wenn der Black Metal von heute etwas rauer, nicht mehr so okkult und schon gar nicht mehr so symphonisch klingt. Das Album ansich dürfte heute nur noch schwerlich zu finden sein. Mir ist indes kein Shop bekannt, der die CD führen würde. Zwar wurde die CD als Bonus-Teil des "Psy Atman"-Albums quasi wiederveröffentlicht (haben z.B. Sun & Moon in ihrem Shop), aber für wahre Sammler bleibt wohl nur die Augen im Second-Hand-Store offen zu halten oder aber der Weg über egay.

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