Samstag, 25. Juni 2011

Review: Todessucht - Sterbezeit (CD, Black Dominion - 2011)

Das letzte Mal, als ich etwas von dieser relativ jungen deutschen Band zu hören gekriegt habe, war auf der Split mit u.a. Ruinaerus und Leichenstätte aus dem Hause Hammerbund, von der ich ja nun nicht gerade sehr angetan war. Nun präsentiert das Trio aus Niedersachsen mit dieser Veröffentlichung also ihr neustes Werk.







Nun gut, wer Todessucht kennt, wird vom Stil nicht überrascht sein - ebend Depressiver Black Metal, der im schleppenden bis mittellangsamen Tempo vorgetragen wird. Insgesamt gibt es drei Songs zu hören, wobei der erste lediglich ein Intro darstellt. Bei einer Gesamtlaufzeit von etwas mehr als 14 Minuten akzeptabel, positiv fällt übrigens auch direkt auf, dass hier das Intro mal nicht den Großteil der Spielzeit ausmacht. Der Song "Verzweiflungstat I" gefällt mir so eigentlich ganz gut, allerdings hätte ich mir noch eine Spur mehr Eigenständigkeit und etwas mehr Einfallsreichtum erhofft. "Sterbezeit" fängt zwar gut an, kann das erhoffte Niveau aber nicht halten und plätchert die restlichen 4 1/2 Minuten eigentlich nur vor sich hin. Schade, hier gibt's immerhin auch nette Keyboard-Passagen, die ein wenig an Burzum denken lassen.

Fazit:
Leider scheint dieses Klischee zu stimmen, dass die sogenannten Depressive Black Metal Bands die Emos dieser "Szene" sind. Zudem scheinen sich ein Großteil der Bands untereinander geschworen zu haben, exakt gleich zu klingen. Kennt man eine, kennt man eigentlich alle Durchschnittsbands - die neue EP von Todessucht bildet da auch keine Ausnahme. Auch wenn gute Ideen und Ansätze vorhanden sind, so fehlt doch noch der wirkliche Kick und der Wiedererkennungswert. Muss ich nicht haben. Limitiert auf 100 Exemplare. Danke an K., der mir die Möglichkeit gab, die EP anzuhören.

3.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Intro
02. Verzweiflungstat Part I
03. Outro

Laufzeit: ca. 14 Minuten

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