Donnerstag, 16. Juni 2011

Review: Szron - Zeal (LP, Hass Weg/Thor's Hammer)

Auch die Kriegsmaschine aus Polen unter dem Pseudonym Szron rollt wieder und verbreitet seine unheilverkündenden Stücke pestgleich unter dem Erdenvolk.










Das vorliegende Album entstand und wurde ebenfalls bereits im letzten Jahr veröffentlicht. Als CD, wie immer unter dem Banner von "Under the Sign of Garazel". Zugegeben habe ich seit ihrem Album-Debüt "The Purificating Flame of Annihilation" aus dem Jahre 2004 das Schaffen der Szron-Horde nicht mehr sonderlich interessiert weiterverfolgt. Zu polnisch und daher auch zu austauschbar (wenn ihr versteht was ich damit meine) hörte sich das Debüt an, mit einigen Ausnahmen, die damals schon in die gleiche Richtung gingen wie das hier vorliegende Werk - und so verlor ich die Band auch sehr schnell wieder aus den Augen. Jetzt liegt mit dieser Platte das zweite Album der Band vor und ich muss schon sagen... geile Sache! Das hätte ich so nicht erwartet. Richtig guter, schmutziger Black Metal mit sehr dominanter Rock-Note bei den Instrumenten. Dazu eine zwar dem Underground angemessene, aber für die Verhältnisse sehr druckvolle Produktion. Fünf Titel bekommt man als Hörer geboten, und mal abgesehen vom letzten Titel, besitzen diese allesamt Überlänge, so dass man auf eine Spielzeit von über 36 Minuten kommt - genug also, um gerade als Voll-Album zu gelten. Seite A enthält die beiden Stücke "Permafrost" (bei dem es sich aber glücklicher Weise nicht um jenes gleichnamige Lied von der unsäglichen deutschen "Kultband" handelt, deren Name mit A. beginnt) und "The Race Of Satan (Messengers of the Void)". Zweitgenannter hat übrigens ein gut platziertes Break im letzten Viertel und legt danach noch einmal ordentlich los. Beide Stücke bisher also top. Kommen wir zur B-Seite. Die beherrbergt die letzten drei Stücke "Reign in Hydrogen Cyanide", "Nekronihilistik" und "The Beckoning (The Vision)", die in Punkto Qualität durchaus vergleichbar sind mit den ersten beiden, diese sogar halten und teils noch etwas steigern können. So ist der zweite Titel eine wirklich rockige Oldschool Black Metal Nummer, und man fühlt sich direkt an alte Zeiten erinnert, in denen jeder zweite Band-, Album- und Label-Name wahlweise mindestens ein 'Goat', 'Sabbath', 'Vomit' oder 'Venom' (konnten auch kombiniert und variiert werden) enthielt.

Fazit:
Der teilweise doch recht hohe Anteil an Rock-Einflüssen bei den Instrumenten dürfte dafür sorgen, dass "Zeal" längst nicht jedem gefallen wird. Für alle anderen spreche ich hier eine absolute Kaufempfehlung aus. Die mir vorliegende LP-Ausgabe ist limitiert auf 500 Exemplare, allerdings nicht durchnummeriert.

9.0 / 10 Punkte

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