Donnerstag, 16. Juni 2011

Review: Sombre Chemin - Hétérodoxie: Opus III (Involution) (LP, Sabbath's Fire)

Das ist es also... das endgültig letzte Album der politisch motivierten Black Metal Band aus Frankreich. Ob es ein würdiger Abschied der seit knappen 10 Jahren existierenden Band ist, lest ihr in folgenden Zeilen...









Sieben Lieder werden hier zum besten gegeben, die teils auch Neuaufnahmen bereits bekannter Songs darstellen. Wie von dem Duo zu erwarten wird hier rauer, aber doch sehr erhabener und epischer Black Metal vorgetragen, der mit gelegentlich eingesetzten Einspielungen und Chor-Samples, sowie akustischen Parts versehen und aufgewertet wurde. Die drei Songs der A-Seite haben es schon ziemlich in sich... gehören sie doch zu fast dem besten, was ich von Sombre Chemin bisher gehört habe. Besonders "L'hymne du Nord" weiß zu gefallen, wobei er zwar neu interpretiert wurde, aber dem einen oder anderen doch von der Split mit Peste Noire bekannt sein dürfte. Sehr episch getragen, aber trotzdem sehr hasserfüllt vorgetragen. "Ainsi fut la nuit" schlägt da ungefähr in die gleiche Kerbe. Seite B enthält die letzten vier Songs, von denen "Enracinement" mit seinen Ambient-Klängen als kurze Überleitung dient. "Svart Dag (The Nothingness)" präsentiert sich dann nach den ersten Sekunden auch schon als wesentlich rauer als die Songs der A-Seite und gleichzeitig als rein instrumentaler Hassbatzen. Bei "Sombre Chemin (Postlude)" verhält es sich ähnlich, mal abgesehen davon, dass hier auch gesungen wird. Dazu kommen dezente Keyboard-Passagen im letzten Teil des Liedes. Und schon ist man auch wieder beim Schluß in Form des Ambient-Stückes "Déracinement". Burzum lässt mal wieder grüßen.

Fazit:
So schlecht, wie es sich hier vielleicht an der einen oder anderen Stelle darstellt, ist die Platte wirklich nicht. Wobei ich sagen muss, dass ich mir vielleicht doch mehr Qualität von der B-Seite erhofft hatte, nachdem die ersten drei Stücke dermaßen reingehauen haben. Bis auf zwei Ambient-Stücke, ein Instrumental und ein wirkliches Lied, was in Punkto Qualität jedoch nicht ganz an die Stücke der ersten Seite rankommt, bleibt nicht viel auf der B-Seite. Ergo hat man eigentlich nur ein halbes wirklich überragendes Album, das man, wie den zweiten Teil des "Hétérodoxie" Opus auch, getrost als EP hätte veröffentlichen können. Trotzdem ist es insgesamt ein würdiges Abschluß-Werk für Sombre Chemin. Limitiert übrigens auf 500 handnummerierte Exemplare.

8.0 / 10 Punkte

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