Donnerstag, 16. Juni 2011

Review: Edges Of Darkness (Einzel-DVD, Infopictures, Uncut)

Gleich vorweg der Warnhinweis: lasst euch nicht vom endgeilen Cover und den hahnebüchernen Texten und Lobpreisungen verunsichern... der Film ist ein echter Independent-Streifen und daher auch Low- bis No-Budget! Wen ich jetzt schon verschreckt haben sollte... gut. Denn diese Menschen hätte ich bereits vor einem Fehlkauf gewarnt. Allen anderen werde ich die Show jetzt auch noch vermiesen.







Die Grundstory ist eigentlich gar nicht mal verkehrt... vor dem Hintergrund eines fiktiven Zombie-Apokalypse-Szenarios werden parallel drei Geschichten/Schicksale von Überlebenden erzählt, die sich hinterher mehr oder minder zusammenfügen. Da geht es zum einen um Heather, eine Einzelgängerin und Haudrauf-Lady, die in Wahrheit aber nicht halbwegs so agil und sexy wie auf dem Cover wirkt, die eine Mutter und ihren Sohn vor einem Zombie-Angriff bewahrt und sie bei sich aufnimmt. Es stellt sich heraus, dass der Junge etwas Besonderes ist (jaja, mal wieder werden Kinder zur Rettung der Menschheit glorifiziert - what the fuck...). Deshalb sind auch sogenannte Priester hinter dem Jungen her, die seine Kräfte im Auftrag des Herren für ihre Zwecke missbrauchen wollen (und wer weiß was sonst noch...). So weit, so schlecht, so uninspiriert.
Gleichzeitig irgendwo in der Stadt lebt ein nicht mehr ganz so glückliches Paar zusammen und verbarrikadiert sich in dessen Haus vor der drohenden Zombie-Gefahr. Der Typ ist ein selbsternannter Autor und verbringt seine Tage und Nächte damit, unentwegt auf seinem Computer Tagebuch zu führen und an seinem Roman zu schreiben (was angesichts der Umstände sowieso nie eine Sau lesen wird! - so again: what the fuck...). Das löst bei seiner Freundin natürlich einiges an Frust aus (du liebst deinen PC mehr als mich... blablabla, sülz, blablabla, etc. usw.). Eines Tages entdeckt er dann in der Post von vor einigen Wochen (vor der Zombie-Epidemie - hier wurde also mitgedacht!) einen Umschlag, in dem sein bestellter neuer Prozessor auf den Einbau wartet. Er ist einer der ersten Testpersonen (also 'freu'). Leider verhält es sich mit dem Prozessor anders als erwartet - zum arbeiten benötigt dieser nämlich nicht hauptsächlich Storm sondern eher Blut und Fleisch (what....). Naja wie das ausgeht... kann man sich denken, denn genauso wie man es sich denken kann, geht es schließlich auch aus. So weit, so schlecht, so uninspiriert.
Kommen wir zur letzten Geschichte... die ist vom Prinzip her eigentlich gar nicht mal so uninteressant. Es geht hier ebenfalls um ein Paar, ein Ehepaar, welches sich in seiner Wohnung verschanzt hat. Doch irgendetwas scheint mit den beiden nicht zu stimmen. Als der Mann beobachtet, wie seine Nachbarin von Zombies zerfetzt wird, bricht er in Tränen aus, mit den Worten, dass jetzt wirklich alles vorbei ist. Der wahre Sinn wird ein paar Szenen später klar... nämlich als der Mann mit einer Fremden wieder nach Hause kehrt, da er auf Nahrungssuche war. Jetzt stellt sich schnell heraus: bei den beiden handelt es sich um Vampire, die sich das Mädchen fortan als Nahrungsquelle und -vorrat halten (what the fuck...), da aufgrund der Zombie-Epidemie die Nahrung für die Vampire reichlich knapp geworden ist, bzw. fast gen Null tendiert. Alles scheint nun wieder gut zu werden, bis ihnen aufgeht, dass das Blut der entführten Frau irgendwie komisch zu schmecken scheint. Wer jetzt denkt... 'ey, momentan, die ist bestimmt auch schon zombiefiziert' - falsch! (welche Überraschung!) Was sie letztendlich wirklich ist, wird nicht verraten, auf jeden Fall scheint sie Vampire zu hassen und eine Art Halbdämon zu sein (oh man, beim schreiben merkt man erst, WIE krank das ist). Nun beginnt ein Psychokrieg zwischen den drei Charakteren, der am Ende in blanker Gewalt endet.

Fazit:
Wer jetzt denkt, dass das alles doch gar nicht so schlecht klingt, dem sei gesagt, dass das Grundkonzept eigentlich auch gar nicht mal so schlecht ist - allerdings happert es immens an der Art der Umsetzung. Die ist nämlich schlichtweg Scheiße! Low-Budget ist da erst der Anfang, die meisten Effekte sind zwar handgemacht, wirken aber wirklich primitiv, das konnte Olaf Ittenbach in seinen frühen Jahren schon besser. Die komplette Story ist einfach nur schlecht umgesetzt, weder die Erzählweise noch die schauspielerische Leistung können hier überzeugen (zum Vergleich: meiner Meinung schreibt sogar Ittenbach die fesselnderen und tiefsinnigeren Storys!). Einzig die Story um die zwei Vampire, die angesichts der Zombies einfach nur versuchen zu überleben, in dem sie Überlebende finden, und ihnen das Blut abzapfen hat was für sich und bewahrt den Streifen vor dem totalen Ausfall.... obwohl, nein eigentlich auch nicht wirklich. Dafür ist einfach alles zu amateurhaft. Als Extras winken... richtig geraten - es gibt keine Extras (laut Cover gibt's als Extra zwar ein Wendecover, aber scheiße, das ist für mich kein Extra - das setze ich als Filmfan voraus!). Und noch eine Sache: schaut den Film, wenn ihr ihn schon schauen müsst, unbedingt im englischen O-Ton. Der ist zwar qualitativ nicht unbedingt viel besser als die deutsche Synchro, hält das Niveau aber doch noch etwas über dem eines Pornos.

1.5 / 10 Punkte

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