Sonntag, 22. Mai 2011

Review: Wulfgar - Und es ward Krieg (CD, Eigenproduktion unter WH Produktionen)

Schon einige Jahre verfolgt und interessiert mich das Schaffen dieses Ein-Mann-Projektes aus Deutschland. Nun erschien dieses Jahr das neue und mittlerweile auch vierte Werk von Wulfgar.









Was sofort nach dem ersten beklemmenden Sample in Form eines chaotischen Kriegsszenarios klar wird: das ist wohl bisher das aggressivste Liedgut, was Wulfgar bisher jemals hervorgebracht hat, nichts erinnert mehr an die Melancholie und träumerischen Passagen von "Ewigkeit des Übels" oder "Seelenblut" ... hier ist der Name wirklich Programm. Glücklicherweise haben sich die Texte aber so rein gar nicht geändert, denn die sind immer noch sehr authentisch, persönlich und vor allem ehrlich gehalten - frei aus der Fresse heraus sozusagen. Interessant sind hierbei auch die Beisteuerungen zweier weiterer Individuen, zum einen Garst (Text und Gesang zu "Der im Schatten wartet") und Christcrusher (Kirchenbrand, Thy Nemesis - Text zu "Hauch von Ewigkeit"). Verschnaufpausen werden dem Hörer kaum gegönnt, was aber nicht heißt, dass konstant eine schiere Raser-Geschwindigkeit zum Zuge kommt, bei einigen Liedern herrscht sogar eine sehr langsame depressive Grundstimmung vor (wie bei "Unsterblich"). Auch das traurig-schöne Instrumental "Heimleuchten" weiß zu gefallen und mich in seinen Bann zu ziehen.

Fazit:
Insgesamt betrachtet ist dies wohl das, wie schon erwähnt, druckvollste, depressivste und direkteste, was Wulfgar bisher geschaffen hat. Aggressivität paart sich mit abgründigem Hass, Melancholie und Depression. Ein vielfältiges Album, was durch seine verschiedenen musikalischen Stimmungen und Atmosphären auch gekonnt diverse Emotionen vertont umsetzt. Da ich dem letzten Album schon damals 9.0 Punkte gab, kann ich nicht anders und gebe diesem hier verdiente...

9.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Neuer Morgen
02. Unsterblich
03. Feldzug
04. Der im Schatten wartet
05. Feind
06. Hauch von Ewigkeit
07. Heimleuchten
08. Brennende Wolken
09. Endpunkt

Laufzeit: ca. 37 Minuten

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen