Sonntag, 22. Mai 2011

Review: Permafrost - Vergewaltigt & Verflucht (CD, Nebelfee Klangwerke)

Hm... vor ein paar Wochen kam ich nun auch endlich in den Besitz der neuen Scheibe der Formation Permafrost aus Deutschland, die mich ja schon mit ihrem Debütwerk "Pervers & Geisteskrank" schwer beeindruckten - und das auch innerhalb weniger Wochen komplett vergriffen war. Was kann man also von dem zweiten Langspieler erwarten?






Erschienen ist das Album unter dem bekannten Deutschen Label Nebelfee Klangwerke, die ja auch durchaus brauchbare Bands in ihrem Reigen haben, jedoch gibt es da ein Problem: um bei diesem Label unter Vertrag zu kommen, muss man wohl so klingen wie Totenburg oder Absurd und seine Individualität ablegen. Diesen Eindruck könnte man jedenfalls beim Hören dieses Werkes kriegen, denn ersteres trifft genau auf die neue Permafrost zu, was ich persönlich sehr bedauerlich finde, da dadurch doch einiges an Atmosphäre verloren geht. Zwar gibt's produktionstechnisch absolut nix zu meckern, aber im direkten Vergleich mit dem Debüt kann dieses Album nicht mithalten. Der etwas räudigere Sound stand der Truppe wesentlich besser zu Gesicht, auch vermisse ich den genial kranken Gesang von Porcus, der einem eine Gänsehaut nach dem anderen durch den Körper jagte. Allerdings hat das Album auch nicht nur schlechtes an sich, so gibt es doch noch einige Lieder, die zumindest den Flair des Debüts besitzen, wie etwa die Fortsetzung von "Mord & Totschlag" oder "The Cut" (welches mich etwas an das Stück "Depression" erinnert), "My Demon" oder auch "Symptome des Wahnsinns". Der Rest ist zwar gute Musik, aber irgendwie nicht das was ich nach dem Debüt erwartet habe.
Fazit:
Leider nur ein durchschnittliches Album, was allerdings auch nur den genannten hervorstechenden Songs zu verdanken ist. Ich bin gespannt, wie die kommende Split mit Blutrache nun klingen wird. Für Anhänger der alten Permafrost Werke sicherlich eine Enttäuschung - für Leute, die auf Musik wie neuere Totenburg stehen, aber sicher doch empfehlenswert.

4.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Intro
02. I Am Satan
03. Destroyer
04. IV
05. The Ocean of the Black Sun
06. Mord & Totschlag II
07. My Demon
08. The Cut
09. Das Klistier
10. Symptome des Wahnsinns
11. M.s.C.

Laufzeit: ca. 59 Minuten

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