Sonntag, 22. Mai 2011

Review: Melek-Tha - De Magia Naturali Daemoniaca (CD, Cold Spring)

Vor etwa einer Woche kam ich in den Genuss dieses, doch schon etwas älteren, Dark Ambient-"Klassikers" des Projektes von Lord Evil (ebenfalls in Nazxul aktiv) aus dem Jahre 1999.








Geboten werden dem Hörer acht überlange düstere Ambient-Hymnen, die größtenteils aus Samples bestehen, aber auch oder gerade deswegen eine sehr dichte dunkle Atmosphäre aufbauen, die Okkult klingt und meist an Ritualmusik denken lässt. Das ganze klingt wie die Reise durch einen Albtraum oder an eine schwarze Messe. Zu den Samples gesellen sich auch allerlei elektronische Klänge aus dem Keyboard, die allerdings doch eher spärlich und sporadisch eingesetzt sind, aber auch ziemlich unheilvoller (meist eher ritueller) Gesang, der aber ebenfalls nur an wenigen Stellen wirklich zu vernehmen ist und bewusst auffällt.

Fazit:
Mit der Art Industrial, welchen der Franzose hinter Melek-Tha heutzutage fabriziert, soll dieses Album nicht mehr viel gemein haben. Ich kann's weder bestätigen noch dementieren, da mir nur dieser Tonträger der Gruppe bekannt ist. Eigentlich ist's ja auch egal. Dieses Album ist großartiger Dark Ambient, sehr düster, albtraumhaft und rituell. Eine Ehrerbietung an die schwarzen Künste, an die Negativität des Lebens, an die Hoffnungslosigkeit und an die Monotonie. Ein Album, was sehr sporadisch gehalten ist, und hauptsächlich durch die gut platzierten Sample-Coulagen und seine allgemein sehr dichte und düstere Atmosphäre lebt. Wer mit dieser Art von Musik etwas anfangen kann, sollte zusehen, dass er dieses Album noch irgendwo auftreiben kann.


9.5 / 10 Punkte

(original geschrieben am 30. Januar 2009)


"De Magia Naturali Daemoniaca"
01. Diabolical Diatribes (Hell on Earth Prelude)
02. De Magia Naturali Daemoniaca
03. DAmnum Minatum Ac Malum Sacutum
04. Igrega du Diablo
05. Pseudomonarchia Daemonium
06. Hein Horra
07. Hell on Earth
08. Sermo de Secta Vaudensium  

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