Freitag, 20. Mai 2011

Review: Kerbenok - Der Erde entwachsen (Gewollte Wunden) (CD, Northern Silence)

Seit einiger Zeit weiß ich diese CD nun schon in meinem Besitz, und ich sehe dieses Mini-Album noch immer als ein kleines Meisterwerk an...









denn was man hier zu hören bekommt, ist derart intensiv und atmospährisch, dass man es kaum zu beschreiben vermag. Schöne und anmutende Musik, erfrischend getragende Melodien und doch ist das ganze Werk von einer tiefen Traurigkeit, Melancholie und Todessehnsucht erfüllt, dass dem Hörer das Herz blutet. Gerade diese Stilrichtung der Band, der paganistische Black Metal, verbindet man ja, gerade wenn er aus Deutschen Landen kommt eher weniger mit diesen Emotionen, denn eher mit Saufgelagen und sinnlosen Hymnen. Am ehesten ist die Musik Kerbenok's zu vergleichen mit der von Helrunar, wobei dies' Werk hier ungleich intensiver an Gefühlen ist, aber auch Dornenreich könnte man aufzählen (gerade beim Anfang bei "Das kalte Feuer"). Akustische Momente reihen sich an verträumte getragende Pagan Black Metal Melodien, die schließlich von einer hasserfüllten und melancholischen Stimmung beherrscht werden. Klarer Gesang wird zu einem hasserfüllten Keifgesang, der auch manchmal sehr verzweifelt, aber auch sehr erhaben und tragend klingt.

Fazit:
Was soll ich noch schreiben? Meine Eindrücke habe ich zureichend geschildert. Jeder der mit eher depressivem Pagan Black Metal was anfangen kann, sollte hier mal ein oder zwei Ohren riskieren. Ein kleines Meisterwerk über Naturmystik und den Kreislauf des Lebens, was sich erfrischend vom nichtssagenden Einheitsbrei der Pagan-Jünger aus Deutschland (jeder weiss glaube ich, auf welche Bands ich hier anspielen will) abhebt. Schade nur, dass die Spielzeit mit den drei Titeln eher begrenzt ist (ca. 24 Minuten).

8.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Das kalte Feuer
02. Der Erde entwachsen
03. Der Fall

Laufzeit: ca. 23 Minuten

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen