Sonntag, 22. Mai 2011

Review: Children Of Men (Einzel-DVD)



Heute, beim zweiten Versuch, habe ich es nun endlich geschafft mir dieses Werk zu Gemüte zu führen. "Children of Men" wurde ja von der Presse, Kritikern und Publikum im Vorfeld schon hoch gelobt, also dachte ich, ich schau ihn mir auch mal an.








Nun, was soll ich sagen? In den ersten 20-30 Minuten passiert nicht wirklich viel. Natürlich, man erfährt einiges über die Hintergründe. Zum Beispiel, warum alles so verwahrlost und öde aussieht. Man schreibt nämlich das Jahr 2027. Gerade übertragen die Nachrichten, dass heute der jüngste Mensch auf Erden umgebracht wurde. Alle schwelgen ob dieser Nachricht in Trauer. Verkehrte Welt? In dieser Zukunftsversion wohl nicht - denn die Erde steht am Abgrund, die Menschen sind aus ungeklärter Ursache heraus zeugungsunfähig und das letzte mal, dass ein Kind geboren wurde liegt bereits 18 Jahre zurück. Nun versinkt die Welt der Menschen in Terror, Zerstörung und Gewalt.

Theo, Protagonist (aber doch eigentlich nur Nebendarsteller) des Films, verkörpert durch Clive Owen, schließt sich einer Aktivisten-Gruppe an, die eine schwangere Frau beherrbergen, wahrscheinlich die letzte auf Erden. Sie wollen sie zu einem Schiff des "Human Project" bringen. Doch schon bald stellt sich heraus, dass es den Aktivisten nur um das Ausspielen von Macht geht, und diese das Kind nur zum politischen Mittel zum Zweck missbrauchen wollen, um ihre eigenen zwiespältigen Ziele zu verfolgen, wobei ihnen das terroristische und faschistische Regime der Regierungen schon lange ein Dorn im Auge ist... (wenn man so will also eine Art Antifa der Zukunft - Anm.)

Theo flüchtet mit der Frau und ihrem Kind und setzt alles daran beide wohlbehalten zum Schiff zu bringen... die letzte Hoffnung der Menschheit (blablabla...).

Fazit:
Die ersten 15-30 Minuten sind eigentlich nur Langeweile, es passiert nicht wirklich viel, außer dass schonmal die Fronten festgesetzt werden - Böse Regierung, gute Aktivisten. Dass die Aktivisten dann doch nicht so gut sind, wie sie gerne vorgeben stellt sich nach und nach heraus.
Höhepunkt des Films sind sicherlich die (äußert blutigen) mit Handkamera gefilmten Häuserkämpfe. Auch beeindruckend ist der Leidensweg der beiden auf ihrem Weg zum Schiff - ein Weg der gepflastert ist mit menschlischem Abschaum, Verrat, Gier und Hoffnungslosigkeit, aber auch von Freundschaft und Ehre. Insgesamt betracht ein ganz guter, beeindruckender, beängstigender und verstörender Film, der ein realistisches Szenario bietet. Sieht man sich diese verkommene Welt heutzutage mal an, könnte es wirklich mal soweit kommen - aber gesetzt diesem Fall hätten die Menschen auch nichts anderes als ihre Ausrottung verdient. Auch wenn die Idee an für sich nicht neu ist, kann man sich den Film doch getrost mal ansehen, ihn auf sich wirken lassen und dann weg legen. Definitiv nichts für zwischendurch!

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