Dienstag, 24. Mai 2011

Review: Beyond The Ninth Wave - Volume 1 (CD, Suffering Jesus)

Auf der Suche nach diesem Album war ich schon etwas länger, jetzt endlich hab' ich es und bin wahrlich nicht enttäuscht.










Denn das hier besprochene Album kam zeitlich gesehen vor der 4-fach-Split "Doomed to Die" heraus, auf welcher mich Beyond the Ninth Wave ja schon mit ihrem fast ausschließlich neuen Klangmaterial schwer beeindruckte. Einzig das Lied "Witchdemon" entstammt der Aufnahmezeit des Promos und Debüt, ist allerdings leider nicht mehr auf dem Debüt hier erhalten. Ich schreibe das bewusst, weil die Tracklisten des Promos und des Debüts nahezu identisch sind, lediglich "Witchdemon" und "Winter Abyss" fallen beim Debüt weg - dafür bekommt man zwei andere Lieder namens "Screams from the Dungeon" und "Trostlosigkeit" um die Ohren, was auch passt. Musikalisch gesehen orientiert man sich wie bei der Split an eher misanthrophisch klingendem Black Metal mit einer melancholischen Note ala Judas Iscariot oder früheren Burzum - ohne diese jedoch zu sehr zu kopieren. Auch wenn man das eine oder andere schonmal meint gehört zu haben, so besitzt dieses Album doch noch genug Eigenständigkeit um als vollwertig bezeichnet zu werden. Wie schon gesagt, geht es auf diesem Album eher hasserfüllt zu, dies kommt vorallem bei Songs wie "Crossing the Pyriphelegethon" oder "Arctic Holocaust" zum tragen, aber auch die depressive Schiene kommt nicht zu kurz, so klingt "Suicidal Winter" passagenweise nach Nocturnal Depression und der Gesang lässt einen meist an das Debüt von Burzum denken, was für mich sozusagen der Inbegriff von melancholischem Black Metal ist. Trotzdem fehlt mir bei diesem Album noch der Aha-Effekt, ein wirklich prägender Song vom Schlage eines "Witchdemon".

Fazit:
Ein nettes Album, das auch schon sehr ausgereift wirkt für ein Debüt. Die Songs sind klasse dargeboten. So muss Black Metal sein... dreckig, hasserfüllt, kalt und leer. Das ist Musik, die mich zu berühren vermag, allerdings jetzt auch nicht zu sehr, denn irgendwie fehlt hier in meinen Augen das gewisse Etwas, ein wirklich überwältigendes Lied. Trotzdem auf jeden Fall noch ein überdurchschnittliches Album.

6.0 / 10 Punkte


(original geschrieben am 23. Mai 2010)

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