Sonntag, 22. Mai 2011

Review: Austere & Isolation - Bleak... Split (CD, Those Opposed Records)

Am Wochenende endlich angekommen ist die neue Lieferung von Choirs of Delusion, welche neben ein paar anderen Kostbarkeiten auch die neue Kooperationsarbeit zwischen den Australiern Austere und den Deutschen Isolation enthielt. Beide Gruppen machten ja schon mit vergangenen Veröffentlichungen positiv auf sich aufmerksam, aber Split Erscheinungen sind ja immer so eine Sache für sich...







Dann widme ich mich zunächst einmal Austere, die die ersten drei Stücke beigesteuert haben. Mit dem ersten Lied hat man gleich einen sehr langen Song am Start. Auf knapp 14 Minuten bringt es 'When even tomorrow looks away' nämlich. Dabei ist das Lied im typischen Austere-Stil gehalten und weiß auf Anhieb zu gefallen. Gute Atmosphäre, gute Produktion, verträumte und melancholisch getragene Melodien, die zwar eine gewisse Monotonie inne haben, aber keinesfalls langweilen oder abschrecken. Neben den metallischen Klängen gibt es dann auch hier und da mal nette akustische Passagen zu hören, dazu eine Stimme, von der man annehmen könnte, dass sie das gesamte Leid der Erde hinausschreien will - so muss depressiver Dark / Black Metal klingen! Das zweite Lied ist ein sehr schön aufgemachtes Instrumental. Der letzte Song im Bunde (auf Seiten Austere's) nennt sich 'There's nothing left...' - und genau so klingt er auch. Abermals wird in mehr als 13 Minuten lupenreiner Dark/Depressive Black Metal geboten, diesmal sogar mit klarem Gesang. Sehr sehr geil!

Nun denn, will ich mein Augenmerk Isolation widmen, die ebenfalls mit insgesamt drei Liedern vertreten sind. Eingeleitet wird ihr Teil durch ein langsam sich steigendes 'From nowhere...', ein traurig-kaltes Instrumental, welches klassischen Dark Rock darstellt. 'Mosaic', der zweite Song weist dann eine Spielzeit von etwas mehr als 16 Minuten auf und ist somit der längste des Albums. Eine traurige akustische Anfangsmelodie, schon vernimmt man die ersten Töne von gut gespieltem Dark Rock/Metal, dann setzt der Gesang ein... und, was ist das? Der Gesang von Isolation klang doch mal anders auf ihrem Debüt? Wahrscheinlich liegt das aber auch daran, dass er hier doch ausschließlich klar vorgetragen wird - bis auf diverse emotonale Ausbrüche. Das klingt auf jeden Fall nicht schlecht, nur überraschend. Neben Dark Metal, der teilweise sogar etwas an ältere Bethlehem denken lässt, hat der Song aber noch einiges an akustischen Momenten zu bieten, die dann doch eher an ältere Dornenreich erinnern. Was aber nicht heißen soll, dass Isolation Diebstahl begehen - nein, im Gegenteil. Kommen wir nun zum letzten im Bunde '...to nowhere' - quasi eine konzeptionelle Weiterführung des ersten Liedes, welche einen reinrassigen Dark Metal Song mit Klargesang darstellt. Eine mehr als solide Leistung, die schon Lust auf ein kommendes neues Album macht.

Fazit:
Ich weiß nicht warum, aber beim Hören der Musik von Austere kommen mir regelmäßig Tränen. Wie kann jemand nur so etwas traurig-schönes komponieren? Hammer!
Bei Isolation erging es mir ähnlich, ich war etwas überrascht, dass fast nur Klargesang zum Einsatz kam, was ich nach dem Debüt so nicht erwartet hätte. Trotzdem eine sehr gelungene Darbietung - macht weiter so!

9.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
Austere
01. When even tomorrow looks away
02. Instrumental
03. There's nothing left...

Isolation
04. From nowhere...
05. Mosaic
06. ...to nowhere

Laufzeit: ca. 59 Minuten

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