Sonntag, 22. Mai 2011

Interview mit Wulfgar



Kraehenblut:
Hallo Tino, mein Freund! Zunächst einmal möchte ich dich ganz herzlich begrüßen, und dir für dein Interesse an einem Zwiegespräch mit mir danken. Ich bin wirklich sehr froh, dass du zugesagt hast. Ich weiß ja schon einiges über deine Person, deshalb möchte ich hier auch mehr auf den Teil Wulfgar's in dir eingehen.

Es sei erwähnt, dass dir bezüglich deiner Antworten alles offen steht - antworte, so ausführlich oder weniger ausführlich wie du möchtest, es wird nichts limitiert und schon gar nichts zensiert!

Wulfgar:
Hi! Mein Freund! Dank! Dir!! für dieses Treffen hier!

Kraehenblut:
Nun gut, nach diesen einleitenden Worten, will ich dir auch gleich mal meine erste Frage um die Ohren hauen, und die bezieht sich – ganz obligatorisch, wie könnte es auch anders sein – auf dein bisheriges Schaffen. Ich meine, ich kenne wohl jedes deiner offiziellen Alben, aber so manch' anderer, so könnte ich mir vorstellen, kann mit dem Namen Wulfgar noch nicht sonderlich viel anfangen. Also plaudere doch mal ein bisschen aus dem Nähkästchen... was waren damals deine Motivationen und Ambitionen überhaupt ein Musik-Projekt ins Leben zu rufen? Wie kamst du auf den Namen Wulfgar?

Wulgar:
Ganz einfach zu erklären, nach der Trennung meiner Ex-Band 'Metamorph' fiel ich in ein tiefes Loch und in der Dunkelheit da unten fühlte ich nur noch meine Finger, die sich sehnten nach einer Gitarre. Nach einiger Zeit dann, hielt ich es nicht mehr aus und kroch aus der Tiefe empor und rief das Projekt WULFGAR laut in diese 'Welt'! Wenig später folgte das erste Album 'Seelenblut'.
Der Name WULFGAR - ganz einfach, ich musste nur in meine Ahnenreihe schauen!



Kraehenblut:
Ich muss sagen, jedes einzelne deiner Alben gebietet dem geneigten Hörer – vorhandenes Interesse vorausgesetzt – doch immer wieder einen tiefen und persönlichen Einblick in deine Gedankenwelten und deine Gefühle, besonders deutlich wurde das ja bei deinem damaligen Mini-Album „Tränenmeer' wie ich finde, welches du deinem verstorbenen Vater gewidmet hast. Das hat auf jeden Fall meinen Zuspruch und meinen Respekt verdient, doch fällt es dir nicht auch manchmal schwer, auch über speziell solche ganz privaten Dinge zu schreiben/zu singen, sie zu veröffentlichen und damit einem breiteren Publikum zu 'präsentieren'?

Wulfgar:
Jeder soll wissen was in mir vorgeht!
Ich lebe meine Musik, sie ist NICHT nur ein Teil von mir.
Ich bin es! Und ich will es hinaustragen!
Manche Leute verstehen dies sehr gut!!!! 
Und jenen bin ich sehr dankbar!

Manche aber eben nicht, diese haben keine Ahnung...was es heißt, diese Arschkriecher-Welt (zu jenen sie selber zählen - Arschkriecher) zu bekämpfen. Sie sollen sich einfach selber ficken!!!


Kraehenblut:
Warum entschiedest du dich damals überhaupt, von allen mehr oder minder emotionalen Musik-Arten/-Stilen, Black Metal für dein Projekt zu gebrauchen. Wobei ich dich hier keinesfalls limitieren möchte! Wulfgar war und ist wesentlich mehr als bloße Black Metal Musik in meinen Augen!

Wulfgar:
Soll man lesen, zwischen den Zeilen!!! In der letzten Frage!
Ich sag mal nur, 'Manche Leute verstehen dies sehr gut!'
- gehörst 'DU' dazu.

Kraehenblut:
Auf deiner neusten Veröffentlichung „Und Es Ward KRIEG' ist ein Label-Aufdruck zu erkennen, nämlich der einer gewissen Plattenfirma namens „WH Produktionen'. Kannst du vielleicht näheres über dieses Label berichten? Oder handelt es sich dabei gar um eine eigene Idee von dir (etwa „Wulfgars Heim')?

Wulfgar:
Verrate ich nicht viel zu! W.H. - der Name meines Tonstudios und eigenen Vertriebes.
Was W.H. bedeutet...man solle mal die schwarzen Gehirnzellen bequemen, sofern vorhanden.

Kraehenblut:
Auf deinem vorletzten Album „Ewigkeit des Übels' befand sich neben wieder mal sehr persönlichen und ehrlichen Texten u.a. auch eine neue Version von „Wulfgars Schrei', welcher sich ja auch schon auf der MCD befand. Was war für dich Anlass, diesen Song neu aufzulegen? Übrigens gehört er wohl zu einem der prägendsten Lieder von Wulfgar. In dem Lied verwendest du auch diverse Einspielungen aus dem Film „Der 13. Krieger' – was hat dich zu dieser Entscheidung getrieben?

Wulfgar:
Ich war mit der Qualität nicht zufrieden.
Der Song musste relativ schnell entstehen, damals als 'Tränenmeer' rasch veröffentlicht werden sollte, meines Vaters wegen!

Also mischte ich 'Wulfgars Schrei' noch mal für 'Ewigkeit Des Übels' neu ab. Das Sample in dem Song – Vater! Ich bin bald bei dir!

Kraehenblut:
Generell hört und liest man bei deinen Werken ja immer eine gewisse Melancholie, persönliche Gedanken und einen Hang zum träumerischen heraus. Auch ein gewisses Interesse deinerseits an der nordischen Mythologie lässt sich in manchen Texten nicht bestreiten (was man ja auch am Namen an sich schon erkennt). In wie weit ist die nordische Mythologie Inspirationsquelle für dich? Benutzt du sie überhaupt als solche oder dient sie eher als reines Stilmittel?

Wulfgar:
Klar besteht Interesse an der nordischen Mythologie, sieh mich doch an! Aber als Inspirationsquelle? Wie schon gesagt, ich lebe meine Gedanken und Gefühle aus.

Kraehenblut:
Wenn wir schon dabei sind – wo siehst du generell deine größten Inspirationsquellen, woher nimmst du deine Ideen für das Umsetzen so mancher Gedanken? Ich denke mal, „Tränenmeer' bildete da doch eher eine große Ausnahme, denn dieses Album war ja direkt von einem schwerwiegenden Ereignis beeinflusst.

Wulfgar:
Nun mein treuer Freund, ich brauche keine Inspirationen für meine Musik, meine Musik bin ich selbst. Wenn ich eine neue CD einspiele, wird in der Zeit sämtlicher Musikgenuss anderer Bands strikt vermieden!

Kraehenblut:
Wirklich eine Ewigkeit scheint es her zu sein, dass dein Debüt-Werk erschien. So wurde ich ja damals auch auf deine Musik aufmerksam, wenn du dich erinnerst. Ich gehörte zu der Zeit auch noch zu dem Reigen der „Legacy'-Leser und auf deren Heft-Sampler war der Song „Leben geht' von dir vertreten. Wie kam es eigentlich dazu, dass dieses Lied auf der Heft-CD veröffentlicht wurde?

Wulfgar:
Indem ich zweimal 800 Euro abdrücken musste, durfte dann der Song/s auf dieser CD / CDs erscheinen. An dieser Stelle - Grüsse an Legacy – danke! Dass ihr damals soviel versaut habt!
Nur ein Beispiel, von wegen keine Homepage. Für soviel Kohle muss man doch eine genauere Recherche erwarten.

Kraehenblut:
Um einmal auf dein neuestes Werk zu kommen: „Und Es Ward Krieg' stellt für mich eindeutig dein „schwärzestes' Album bisher dar, wo die Keyboard-Klänge doch fast zur Gänze verschwunden sind, bzw. das Ganze wesentlich aggressiver und hasserfüllter daherkommt, als noch auf deinen anderen Werken – mal abgesehen von dem genial depressiven „Unsterblich' und dem traurigen instrumentalen „Heimleuchten'. Kannst du etwas über die Entstehung des Albums verraten, über die Hintergründe, warum es letztendlich ein solch „gewalttätiges' Album wurde? Hast du bisher schon Reaktionen darauf erfahren?

Wulfgar:
Es war geplant, von Anfang an, dass es bis zu diesem Zeitpunkt das dunkelste aller Werke sein sollte.
Der Hintergrund ist folgender: es gibt 'Menschen', die versuchen in unser Dasein einzudringen und versuchen dieses zu zerstören. Manchmal vielleicht, in seltenen Fällen mag dies gelingen, in den meisten anderen aber nicht. Wie in meinem Falle.
Da werden diese minderwertigen Subjekte - wieder vertrieben, mit Arschtritten, voll gekotzt und voll geschissen, durch den Fleischwolf gedreht von uns gewiesen!!! Auf das jene ihrer Saat sich niemals mehr, auch nur einen Hauch trauen, in unsere hasserfüllte und wütige Gegenwart zu dringen. Dies alles ist Krieg. Und daraus wurde das Album 'Und Es Ward Krieg'!

Kraehenblut:
Ich kann mir schon denken, um was es in dem Text zu „Hauch Von Ewigkeit' geht (die Geschichte habe ich durch Gespräche mit dir ja selbst ein bisschen miterlebt). Für das Geschriebene zeigt sich der werte Herr Christcrusher des Österreicher Black Metal - Duos Kirchenbrand verantwortlich, der ja laut Beiheft ein guter Freund von dir ist. Was brachte euch zusammen? Und wie seid ihr auf die Idee gekommen, auch etwas gemeinsam auszuarbeiten?

Wulfgar:
Grüsse Christcrusher!!!
Wir lernten uns einst kennen, als er auf meine Musik aufmerksam wurde, was auf großer Gegenseitigkeit beruht!!!!!

Alles Weitere ergab sich ganz einfach. Wir verstehen uns ganz großartig, ich erzählte ihm von jener Geschichte - er verstand mich sofort!!! Und er schrieb diesen GENIALEN Text für mich.

Weiterhin, will ich Grüsse! an Garst hier sprechen!!! Der für Wort und Text zu 'Der Im Schatten Wartet' Verantwortung trägt. UND auch schon auf 'Ewigkeit Des Übels' mit Text und Wortgewalt, mir zur Seite stand!

Kraehenblut:
Wie wird die nähere Zukunft von Wulfgar aussehen? Kannst du schon etwas darüber sagen oder möchtest du dich da lieber bedeckt halten bzw. vielleicht weißt du es ja selber noch nicht so genau?

Wulfgar:
Oh, ganz gewiss, es wird IMMER weitergehen mit WULFGAR! egal was ist und was passiert!!!

Kraehenblut:
So, mein Freund. Das war es eigentlich auch schon. Es hat mich sehr gefreut, dieses Gespräch mit dir geführt zu haben, und danke dir für die Unterstützung an diesem Vorhaben. Doch ist es ja letzten Endes auch eine große Unterstützung für dich und Wulfgar – das ist ja auch meine Absicht! Ehre wem Ehre gebührt! In diesem Sinne sei gesagt, dass die abschließenden Worte dir gehören sollen. Ich wünsche dir noch viel Erfolg mit zukünftigen Projekten! Und jetzt… Du kannst grüßen, danken, drohen oder beschimpfen wen oder was du auch immer willst!

Ich grüße dich!

Wulfgar:
Ich danke! D I R !!! arg!!!
Und ich will dies nutzen, um zu grüssen, die einzigen normalen Leute aus meiner Gegend hier
und zwar, Trixi und SirSchob und deren gemeinsame Tochter! Ich habe ihnen schon so viel zu verdanken! Für den Rest-Müll, hier, oh...und überall, gilt: geht, geht und 'lebt' euer gedachtes Leben. Vegetiert dahin, bis zu eurem verdienten Ende! Aber was dann, ihr Scheißhaufen - keine Idee in der hohlen Birne! Zuviel, mit leben vergeudet!!!

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